Der 59-jährige Villacher hatte seine Frau - die beiden lebten getrennt, die Scheidung war aber noch nicht durch - Montagmittag zu einer Aussprache in sein Wohnhaus gebeten. Als sie eintraf, zwang er sie, mit in den Keller zu gehen. "Dort hat er sie mehr oder weniger mit Gewaltandrohung zwei Stunden lang festgehalten", sagte Oberst Erich Londer vom Stadtpolizeikommando Villach. In diesem Zeitraum wollte der Mann seine um zwei Jahre jüngere Noch-Gattin dazu überreden, zu ihm zurückzukehren.
Sohn stellte sich zwischen Vater und Mutter
Am frühen Nachmittag kam der 29-jährige Sohn der beiden nach Hause. Als er im Haus niemanden vorfand, schaute er im Keller nach. Angesichts der brisanten Situation stellte er sich laut Londer zwischen seine Eltern: Das nutzte die Frau, um zu flüchten. In Todesangst versteckte sie sich im Garten.
Der Mann lief ihr zwar noch nach und gab innerhalb des Hauses mehrere Schüsse ab, konnte sie aber nirgends mehr entdecken. Also ging er wieder in den Keller und erschoss sich.
Der Sohn hatte sich in der Zwischenzeit im Keller versteckt und die Polizei alarmiert, die nur wenige Minuten nach dem Selbstmord bei dem Wohnhaus eintraf.
Mann hinterließ Abschiedsbrief
"Wir sind erst dabei, die Details dieses Zwischenfalls zu erheben", sagte Londer am späten Nachmittag. Jedenfalls habe der Mann offenbar geplant, die Frau zu töten, wenn er sie nicht zu einer Rückkehr überreden könnte. Das gehe aus dem gefundenen Abschiedsbrief hervor.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.