Mehr als 200 Tote?
Opposition beklagt neues Massaker nahe Damaskus
"Assads Armee hat in Daraja ein Massaker angerichtet", sagte Aktivist Abu Kinan. Wegen der Einschränkung der Berichterstattung ist eine unabhängige Überprüfung der Angaben jedoch nicht möglich. Daraja ist einer der großen überwiegend von Sunniten bewohnten Slumstädte vor den Toren von Damaskus.
Stadt von Assad-Truppen zurückerobert
Am Freitag hatten Soldaten von Präsident Bashar al-Assad die Stadt von Rebellen zurückerobert. Der Angriff auf den Ort war Teil einer Armeeoffensive, mit der die Streitkräfte die Kontrolle über diese Hauptstadtvororte wiedererlangen wollen. Die Rebellen hatten sich dorthin zurückgezogen und Angriffe auf die Assad-Truppen ausgeführt.
Insgesamt seien am Samstag in Syrien etwa 440 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen, berichtete die Opposition. Darunter seien auch Frauen und Kinder gewesen. Alleine in Damaskus und Umgebung seien es 310 Tote gewesen. Diese Zahl schließe die Opfer in Daraja ein.
Erste Flüchtlinge erreichten Griechenland
Erstmals seit Beginn des Syrienkonfliktes ist indessen eine größere Gruppe syrischer Flüchtlinge in Griechenland angekommen. Vor der Insel Symi in der Südostägäis seien 47 Migranten aufgegriffen worden, teilte die griechische Küstenwache am Samstag mit. 27 von ihnen stammten aus Afghanistan und 20 aus Syrien.
Die Menschen waren an Bord eines kleinen Bootes von der wenige Seemeilen entfernten türkischen Küste gestartet. Alle seien wohlauf, berichtete ein lokaler Radiosender. Alle Flüchtlinge sollen nun in Aufnahmelagern gebracht und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden, teilte die Polizei mit.
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