Musik, Schmuck etc.
Deutsche Neonazis verdienen Millionen mit Merchandising
Neonazis in Deutschland würden inzwischen im großen Stil den Versand von "Hassmusik" und Propagandamaterial nutzen, um rechtsextremistische Strukturen zu stärken und auszubauen, erklärten die Experten auf einer Fachtagung des Verfassungsschutzes der Länder Brandenburg und Sachsen zum Thema "Verfassungsfeinde und das Kapital: Finanzströme im Rechtsextremismus". Aber auch mit Kleidung, Schmuck und anderen Alltagsgegenständen würde demnach Werbung für die Sache gemacht und Geld lukriert.
"Wirtschaftliche Parallelgesellschaft"
Einen Spitzenplatz nehme dabei Sachsen ein, wo die von Neonazis geführte Musik- und Vertriebsszene heute pro Jahr etwa 3,5 Millionen Euro erwirtschafte. Zum Vergleich: Die Einnahmen aus der staatlichen Parteienfinanzierung werden für die rechte Szene deutschlandweit auf jährlich drei Millionen Euro beziffert. "Da hat sich eine kleine wirtschaftliche Parallelgesellschaft aufgebaut, die nicht unterschätzt werden sollte", hieß es.
Minister fordert "Zudrehen des Geldhahns"
"Manche Rechtsextremisten leben regelrecht vom Rechtsextremismus - und teilweise sogar sehr gut", sagte der brandenburgische Innenminister Dietmar Woidke. Der Szene müsse deshalb "wo immer nur möglich der Geldhahn zugedreht" werden. Politik, Polizei, Finanzbehörden, Justiz und Zivilgesellschaft seien hier gleichermaßen gefordert.
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