Eveline Huber ist neue Bürgermeisterin von St. Johann im Pongau. Sie ist die erste Frau und erste Sozialdemokratin an der Spitze der Stadt. In der Bezirkshauptstadt will sie jetzt für frischen Wind sorgen.
Eveline Huber ist angetreten, um etwas zu verändern. Das war 2019 schon so, bei der jüngsten Wahl ebenso. Vor fünf Jahren konnte Huber mit der SPÖ in St. Johann im Pongau die ÖVP-Absolute in der Gemeinde durchbrechen. Im März 2024 holten die Sozialdemokraten noch einmal Mandate dazu. Und: Eveline Huber wurde erste Bürgermeisterin der Pongauer Bezirkshauptstadt.
„Die Leute wollen Veränderung. Ich will diesen frischen Wind bringen“, sagt die 53-jährige knapp eine Woche nach der Wahl. „St. Johann soll wieder ins richtige Licht rücken, raus aus dem Schatten.“ Huber, die in ihrem Leben schon unzählige Berufe im In- und Ausland ausgeübt hat, war zuletzt nicht nur Vizebürgermeisterin, sondern auch Sozialarbeiterin. Jetzt wird sie zur Vollzeit-Stadtchefin.
„Die Farbe Rot steht mir nicht“
Erstmals steht mit Huber auch eine Rote an der Spitze der Pongauer Bezirkshauptstadt. Dabei gefällt ihr die Farbe Rot nicht einmal besonders. Bei beiden Wahlgängen trug die zweifache Mutter einen auffälligen gelben Hosenanzug. „Die Farbe Rot steht mir nicht“, lacht sie. Dennoch bleibt Huber vollstens überzeugte SPÖ-Frau.
Konkrete Projekte, etwa die Begegnungszone im Zentrum oder den Ausbau der Kinderbetreuung (Projekt „Mikado“), will sie rasch umsetzen. Die Beschlüsse der Gemeinde dazu gibt es aus der jüngsten Vergangenheit ohnehin. Das Postareal, mitten im Zentrum, bleibt nach bald fünf Jahren aber ein Problemfall. Auch Huber steht auf der Bremse: „Ich weiß, dass wir für das Areal und im Zentrum was tun müssen.“
Einfach sei die Angelegenheit nicht, die Verlegung von Fernmeldeleitungen etwa komplex und teuer. Das Zentrum soll bald grüner werden, weniger Autos sind ein Ziel. Dafür braucht es noch einige Gespräche und auch Zeit. Ab kommendem Donnerstag, dem Tag ihrer Angelobung, will sie alle diese Dinge aber angehen.
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