Jeder Dritte

Wähler der US-Republikaner halten Obama für Muslim

Ausland
27.07.2012 09:06
Jeder dritte Wähler der US-Republikaner hält Präsident Barack Obama für einen Moslem. Dies ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Pew Research Centers. Der Anteil der konservativen US-Wähler, die Obamas wiederholten Bekenntnissen zum Christentum keinen Glauben schenkten, sei damit seit einer Umfrage aus dem Jahr 2010 konstant, berichtete der Pew-Forscher Greg Smith. Seit dem Jahr 2008 habe er sich jedoch verdoppelt.

Der Verdacht, Obama, der mit mittlerem Namen Hussein heißt, sei moslemischen Glaubens, wird seit Jahren von konservativen Aktivisten vor allem in Blogs und Radiosendungen verbreitet.

"Panikmache und Polarisierung"
Vertreter der moslemischen Gemeinden in den USA sehen dies als Hinweis auf eine hohe Abneigung konservativer Kreise gegenüber dem Islam. Die neue Studie zeige, dass in den USA viel "Panikmache und Polarisierung" betrieben werde, sagte ein Vertreter eines Moslemverbands.

Moslemischer Welt "Neubeginn" angeboten
Obama, dessen kenianischer Großvater Moslem war, hatte sich insbesondere zu Beginn seiner Amtszeit um eine Annäherung der USA an die islamischen Länder bemüht. In einer viel beachteten Rede in der ägyptischen Hauptstadt Kairo bot der US-Präsident im Juni 2009 der moslemischen Welt einen "Neubeginn der Beziehung zu den USA" an.

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