Wo ist Prinz Harry, wenn man ihn wirklich einmal braucht? Ein wohldosiertes Skandälchen aus dem Hause Sussex käme dem Buckingham-Palast wahrscheinlich gerade recht, um von der selbst so ungeschickt angefachten Gerüchteküche abzulenken. Aber ausgerechnet jetzt bleibt der Meister der Schlagzeilen still - und die Klatschpresse fokussiert ungebrochen auf die ikonischen Unschärfen von Prinzessin Kates „Fotogate“.
Eigentlich ist es erstaunlich, dass die perfekt geölte Medienmaschinerie der Royals dachte, mit diesem dilettantisch manipulierten Bild dem Strom der Verschwörungstheorien rund um Kates Gesundheitszustand Einhalt gebieten zu können. Hatte man wirklich geglaubt, in Zeiten, in denen die KI fast perfekte Illusionen der Wirklichkeit kreieren kann, mit lächerlichen Bearbeitungsfehlern die digital aufgerüstete Welt an der Nase herumzuführen?
Prinzessin Kate ist im Gegensatz zu Harry gar nicht für Skandale bekannt, ihr Leben scheint tatsächlich stets wie mit Photoshop auf Hochglanz poliert. Man kann schon verstehen, dass sie nun in ihrer persönlichen dunklen Stunde lieber den Mantel des Schweigens darüber betten möchte.
Aber gerade jetzt, da wir im Zeitalter der KI ganz neu lernen müssen, die Fälschung von der Wirklichkeit zu unterscheiden, ist es extrem unverantwortlich, so offensichtlich mit der Manipulation zu spielen. Und verlangt nun eigentlich nach wahren Worten. Sonst wirkt Harry plötzlich wie der „grade Michl“ der Familie.
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