"Lob und Tränen"
Heftige Unwetter: China ordnet “gute Nachrichten” an
Staatliche Medien hielten sich weitgehend an die Aufforderung. Sie berichteten über die "großartigen Hilfestellungen der Menschen untereinander" und bemühten sich, die Kritiker verstummen zu lassen.
Auch in den populären chinesischen Mikroblogs wurde die Kritik leise – allerdings lag das daran, dass die kritischen Beiträge gelöscht wurden.
Hätten Behörden die Unwettertoten verhindern können?
Bei den heftigsten Regenfällen seit 60 Jahren waren in Peking am Wochenende mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen (siehe Infobox). Im Internet machten daraufhin Millionen Menschen ihrem Ärger über die Behörden Luft. Sie klagten insbesondere darüber, nicht rechtzeitig vor den Fluten gewarnt worden zu sein. Außerdem gab es Kritik am veralteten Abwassersystem der Stadt und Zweifel an der offiziellen Todeszahl.
Im besonders stark betroffenen Fangsahn, einer Berggegend im Südwesten der Hauptstadt, klagte ein Anrainer am Dienstag über mangelnde Unterstützung der Behörden bei der Suche nach den Vermissten. "Die Regierung hilft uns überhaupt nicht. Jede Familie muss selbst nach ihren Angehörigen suchen", sagte Wang Baoxiang, dessen 30-jähriger Neffe seit dem Unwetter als vermisst gilt.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.