Mehr als 100 Tote
Irak: Ramadan von Welle der Gewalt überschattet
Nach Angaben von Sicherheitsbeamten und Ärzten gab es am Montag in Bagdad und nördlich der Hauptstadt eine Reihe von Schießereien und Bombenanschlägen. Die schwersten Angriffe richteten sich demnach gegen Militärstützpunkte in den Städten Douluiyah und Taji mit jeweils sieben Toten. Auch in der nordirakischen Stadt Kirkuk explodierten Autobomben.
Insgesamt seien bei den Anschlägen am Montag mindestens 107 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Bekannt hat sich zu der Anschlagserie bisher niemand, die Terror-Organisation Al-Kaida hatte jedoch vermehrte Anschläge angekündigt.
Schwere Anschläge auch am Sonntag
Erst am Sonntag waren bei schweren Anschlägen mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und 75 weitere verwundet worden. In der 30 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Städten Mahmudiya und Madaen starben laut Polizei bei der Detonation von Autobomben 16 Menschen. Auch in Najaf, 160 Kilometer südlich der Hauptstadt, forderten Autobomben nach Angaben des irakischen Innenministeriums vier Menschenleben und zahlreiche Verletzte, als diese in einer Einkaufsstraße explodierten.
Zunehmende Gewalt im Vorfeld des Fastenmonats
Obwohl die Gewalt im Irak seit dem Höhepunkt 2006/2007, als Zehntausende Menschen getötet wurden, wieder abgenommen hat, kommt es vor allem rund um die Hauptstadt weiterhin zu Angriffen durch Aufständische. Gerade in den letzten beiden Wochen hat die Gewalt im Vorfeld des muslimischen Fastenmonats Ramadan wieder zugenommen.
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