Vor Insel Sansibar
Dutzende Tote und Vermisste nach Fährunglück
"Die Suchaktion wird fortgesetzt, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden", sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina. Wegen der hohen Wellen und des starken Windes sei die Suche in der Nacht unterbrochen worden.
Nach Angaben der Regierung des zu Tansania gehördenden Inselarchipels Sansibar befanden sich laut Passagierliste 251 Erwachsene, 30 Kinder und sechs Crew-Mitglieder an Bord. Die tansanische Zeitung "The Citizen" berichtete jedoch, dass bis zu 400 Menschen auf der Fähre gewesen sein könnten.
Fähren häufig überladen
Ziel der Fähre war die etwa zwei Stunden von Daressalam entfernte Insel Unguja, die Hauptinsel von Sansibar. Das Unglück geschah lokalen Medienberichten zufolge in der Nähe der Insel Pungume, 48 Kilometer von Unguja entfernt. Die Ursache des Dramas ist noch unklar, doch sind Fähren in der Region häufig überladen. Aus welchen Ländern die beiden ums Leben gekommenen Europäer stammten, ist ebenfalls unklar. Unter den Geretteten befinden sich zwölf ausländische Touristen, darunter vier Deutsche. Österreicher waren laut dem Außenministerium keine an Bord.
Erst Mitte September 2011 war eine völlig überladene Fähre auf dem Weg zwischen zwei Inseln von Sansibar gesunken. Für 203 der mehr als 800 Insassen kam jede Hilfe zu spät (siehe Infobox). Es war das schwerste Schiffsunglück in Tansania seit zehn Jahren.
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