Kurz vor Olympia
Terroralarm in GB: Sieben weitere Festnahmen
Die Festnahmen hätten alle in den vergangenen Tagen stattgefunden, nachdem am vergangenen Samstag bei einer Kontrolle Waffen in einem Auto gefunden worden waren. Nach Angaben des Senders BBC besteht keine Verbindung zu den Olympischen Spielen, die Polizei äußerte sich zunächst nicht offiziell dazu.
Das Auto sei auf der Autobahn in der Grafschaft Yorkshire kontrolliert worden, weil der Verdacht bestand, es sei nicht versichert, erklärte ein Polizeisprecher. Bei einer Durchsuchung habe man dann unerwartet versteckte Schusswaffen und anderes Material gefunden.
Wohnungen der Verhafteten durchsucht
Sechs der festgenommenen Männer seien zwischen 23 und 27 Jahre alt. Bei dem siebten Verdächtigen handle es sich um einen 43-Jährigen. Fünf von ihnen lebten in Birmingham. Derzeit untersuche man die im Auto sichergestellten Gegenstände, hieß es von der Polizei. Auch die Wohnungen der Verdächtigen seien durchsucht worden.
Bereits am Donnerstag waren sechs Terrorverdächtige in London festgenommen worden. Auch dabei gab es laut Polizei keinen Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, die am 27. Juli beginnen. Allerdings sind die Sicherheitskräfte aufgrund der sportlichen Großveranstaltung in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Terrorwarnstufe bleibt unverändert auf der 3. Stufe, was bedeutet, dass die Gefahr als "beträchtlich" und ein Terroranschlag als "stark wahrscheinlich" eingeschätzt werden.
Viele Terrorverdächtige wieder auf freiem Fuß
Die britische Polizei hatte im Zuge größer angelegter Anti-Terror-Maßnahmen in der jüngsten Vergangenheit bei mehreren Einsätzen Terrorverdächtige festgenommen. Viele wurden nach eingehenden Ermittlungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die britische Anti-Terror-Gesetzgebung erlaubt das Eingreifen der Polizei in sehr frühem Stadium.
Im Juli 2005, einen Tag nach Bekanntgabe der Vergabe der Spiele an London, wurden in der britischen Hauptstadt bei Selbstmordanschlägen auf U-Bahnen und einen Bus 52 Menschen getötet.
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