Abschuss vor Syrien

Leichen türkischer Piloten aus tiefer See geborgen

Ausland
05.07.2012 15:53
Die Leichen von zwei türkischen Piloten sind zwei Wochen nach dem Abschuss ihres F-4-Kampfjets vor der Küste Syriens geborgen worden. Die Toten seien 8,6 Seemeilen (rund 15,7 Kilometer) vor der Küste auf ein Schiff geholt und in die Stadt Malatya gebracht worden, teilte der türkische Generalstab am Donnerstag mit.

Nach türkischen Berichten war an der Bergung das US-Schiff Nautilus des Ozeanographen Robert Ballard beteiligt, der als Entdecker des Wracks der "Titanic" bekannt ist. 

Ankara hatte nach dem Abschuss deutliche Warnungen an das Regime in Damaskus gerichtet. Der NATO-Rat verurteilte den Abschuss als "inakzeptabel".

Asyl für Assad in Russland "ein Witz"
Unterdessen diskutiert die internationale Gemeinschaft weiter ihr Vorgehen im Syrien-Konflikt. Russland hat Vorschläge aus dem Westen als "Witz" zurückgewiesen, dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad Asyl in Moskau zu gewähren. 

Es sei sinnlos, über Assads Schicksal zu diskutieren, bevor nicht die Syrer miteinander verhandelten, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle in Moskau.

"Wir wollen gemeinsam eine politische Lösung", sagte Westerwelle. Allerdings machte er deutlich, dass die Positionen auf dem Weg dorthin noch auseinandergehen. Die Vereinten Nationen hätten die Hauptaufgabe, die Gewalt zu beenden.

"Auf friedlichen Weg Situation beruhigen"
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mahnte neuerlich zu einer friedlichen Lösung des Konflikts in Syrien. Die Gewaltanwendung dort sei dramatisch, sagte Merkel nach einem Gespräch mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Najib Mikati am Donnerstag. Merkel betonte bei dem Treffen in Berlin, "dass wir alles tun müssen, international zu versuchen, auf friedlichem Wege die Situation in Syrien zu beruhigen".

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