Bahrain-Unruhen
Elfjähriger “Regimegegner” darf heim zu Mama
Ali war vorgeworfen worden, er habe eine Schnellstraße mit Müllcontainern blockiert. Im Mai war er festgenommen worden. Immer wieder hatten seitdem Aktivisten und Familienangehörige für die Freilassung des Buben demonstriert (Bild).
In dem kleinen Inselstaat im Persischen Golf rumort es schon länger. Die überwiegend schiitische Bevölkerung wird seit Jahrhunderten vom sunnitischen Königshaus der Al-Chalifa beherrscht. Erste Proteste gegen die Herrscherfamilie gab es Mitte Februar 2011. Als sie einen Monat später mithilfe saudiarabischer Truppen blutig niedergeschlagen wurden, sollen etwa 30 Zivilisten getötet worden sein. Seit Wochen gibt es nun wieder neue Proteste und Gewalt.
Entschädigung für Familien von Todesopfern
Immerhin: Nach den blutigen Protesten von 2011 haben jetzt die ersten Familien der Opfer eine Entschädigung zugesprochen bekommen. Die Angehörigen von 17 Getöteten sollen umgerechnet jeweils rund 123.000 Euro erhalten, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Eine Untersuchungskommission hatte die Entschädigungszahlungen vorgeschlagen und der Polizei einen übermäßigen Einsatz von Gewalt bei der Niederschlagung der Proteste vorgeworfen.
Außerdem müssen sich drei Polizisten vor Gericht verantworten, wie die Justizbehörden mitteilten. Sie sollen wegen Mordes und nicht wie zunächst geplant nur wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden. Ihnen droht die Todesstrafe.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.