04.07.2005 12:29 |

Vormerksystem

Signalbänder & Watchlist für bissige Hunde

Vorbeugungsmaßnahmen in Down Under können zeitweilig etwas ungewohnt ausarten: In der neuseeländischen Provinz Whakatan verordnen die Behörden gefährlichen Vierbeinern spezielle Halsbänder als Warnsignale an die Mitmenschen.

Ein staatliches Aufklärungsprogramm zum Umgang mit Tieren gibt es in Australien schon seit Längerem. Kinder lernen in Schulen, wie man sich in Gegenwart von Hunden à la Pitbull bestmöglich zu verhalten hat. Neu kommt jetzt eine Regelung für Herrchen und Frauchen, deren Vierbeiner offiziell als gefährlich eingestuft wurde.

Warnsignale für die Anderen
Die Behörden in Whakathan kamen auf die glorreiche Idee, den Hunden Halsbänder in Signalfarben zu verordnen, um so Mitmenschen vor der potenziellen Gefahr zu warnen. Verschärft wird diese Maßnahme durch Strafandrohung von bis zu 300 Dollar bei Nichteinhaltung. Kommt noch dazu, dass die breiten Halsbänder, die mit Reflektoren ausgestattet sind, ohnehin schon zwischen 25 und 35 Dollar kosten.

Tausende Hunde auf der Watchlist
Laut offiziellen Stellungnahmen der Behörden gibt es in Whakatan an die 6.500 Hunde, die als gefährlich eingestuft sind. Deklariert werden jene Tiere, die schon mindestens einmal zugebissen haben und gemeldet wurden. Auf der Watchlist der whakatanischen Behörden befinden sich, neben Pitbulls und Labradors, auch tibetanische Spaniels und andere katzengroße Bosheiten. Bisher wurden 20 Hunde zum behördlichen Halsschmuck verdonnert.

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