In der Alps Hockey League wurde Kitzbühels Eishockey-Star Rafael Rotter am Donnerstag Opfer einer antisemitischen Beleidigung. Der Lustenauer Gegenspieler entschuldigte sich am Freitag beim ehemaligen Wiener Nationalteam-Crack, der jüdischen Glaubens ist.
Passiert war der Vorfall in der 39. Spielminute. Der Lustenauer Stürmer hatte Rotter gefragt, warum er nicht seine Kippa, die jüdische Kopfbedeckung trage. Die beleidigende Bemerkung ließ die Wogen hochgehen.
„Kein Antisemit“
Am Freitag folgte die Entschuldigung seitens des EHC Lustenau und des Spielers. Rotter nahm sie an. „Es ist nicht schön, dass es so etwas noch immer gibt. Leider. Aber ich weiß von anderen Leuten, dass er privat ein superlieber Kerl ist, überhaupt kein Antisemit oder Rechtsradikaler“, meinte der ehemalige Nationalspieler, der bei den Vienna Capitals Legenden-Status hat, seit dieser Saison für Kitzbühels Adler stürmt.
Fehler eingesehen
Für Rotter war die Sache damit erledigt. „Ich weiß, was passieren kann, wenn man auf dem Eis für fünf Sekunden abschaltet, den Faden verliert. Ich habe einmal einen Schiri umgehauen. Er hat einen Fehler gemacht, es eingesehen. Leider kann man es nicht mehr zurücknehmen. Ich wollte nicht, dass es so eskaliert. Ich verurteile ihn sicher nicht für diese fünf Sekunden, will nicht, dass er gebrandmarkt wird“, zeigte Rotter menschliche Größe, wünschte seinem Gegenspieler sogar noch viel Glück für die weitere Saison.
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