Weil offenbar ein Lohn als Lkw-Fahrer zu karg war, um sich ein Haus zu bauen, kam ein 50-Jähriger aus Dietach auf die Idee, nebenbei Drogen zu verkaufen. Das lief ganz gut, bis die Tiroler Polizei seine Lieferantin schnappte und sein illegales Geschäft aufflog.
Bereits im Oktober des Vorjahres wurde in Tirol bei der Einreise aus Italien eine schwangere Einheimische mit über einem Kilo Kokain in ihrem Pkw angehalten und festgenommen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass zumindest die Hälfte davon nach Dietach zu einem 50-jährigen Serben geliefert werden sollte.
Geld zuvor in OÖ geholt
Die hochschwangere Tirolerin fungierte als Geld- und Suchtgiftkurierin für einen im Ausland agierenden Hintermann und holte dabei vorab mehrere Tausend Euro von dem oberösterreichischen Serben ab. Diese Lieferung konnte aber von Exekutivbeamten in Tirol gestoppt werden.
Einfamilienhaus gebaut
Die Kriminalbeamten des Landeskriminalamtes Oberösterreich (Suchtmittelkriminalität) konnten den Mann schließlich Anfang Jänner in seinem neuwertigen Einfamilienhaus festnehmen. Dabei wurden weitere 500 Gramm Kokain in seinem Firmen-Lkw gefunden.
Lkw als Lieferauto
Im Wohnhaus hatte der Mann dann auch eine voll funktionsfähige Schusswaffe samt Munition versteckt. Der Lkw-Fahrer nutzte seinen Laster sozusagen als „Bunker“ und lieferte während seiner Touren das Kokain aus. Der Serbe zeigte sich schließlich zum Ankauf von 2,5 kg Kokain mit einem Straßenverkaufswert im sechsstelligen Euro-Bereich geständig, berichtet die Landespolizeidirektion Oberösterreich. Offensichtlich finanzierte der Festgenommene seinen Neubau zumindest teilweise mit dem Kokainverkauf. Der Festgenommene befindet sich derzeit in der Justizanstalt Garsten und muss sich in Kürze vor dem Landesgericht Steyr verantworten.
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