Vösendorf-Wahl am 5.5.

Ermittlungen, Anzeigen: Ortschef gegen (fast) alle

Niederösterreich
01.02.2024 16:00

Nach der Rechnungsaffäre ermittelt sie Staatsanwaltschaft gegen ÖVP-Bürgermeister Hannes Koza. Die Folge: Die Gemeinderatswahl wird vorgezogen! Härte wird wohl den Wahlkampf prägen, wie die erste Plakatkampagne der Neos zeigt - die jetzt auch prompt für Zank und Hader sorgt.

Im politischen Ausnahmezustand droht Vösendorf zu versinken. Denn nach der Rechnungsaffäre von Bürgermeister Hannes Koza (ÖVP) – es geht um eine von ihm „korrigierte“ und aufs Feuerwehrkonto verbuchte Anwaltsrechnung für ein privates Posting – und dem Rücktritt seiner Fraktionskollegen wird in der Gemeinde im Bezirk Mödling ja am 5. Mai neu gewählt.

Harte Schlacht um jede Stimmen
Der Wahlkampf verspricht, zu einer wahren Härteschlacht zu verkommen. Einen ersten Vorgeschmack liefert ein Streit um Plakate der Neos. Die für ihn wenig schmeichelhaften Sujets (siehe unten ) ließ Ortschef Koza umgehend entfernen. Seine Begründung: „Man darf nicht einfach Plakate auf öffentlichem Grund aufstellen.“ Seitens der Gemeinde werde Anzeige gegen die Neos erstattet und ihnen der Einsatz der Wirtschaftshofarbeiter in Rechnung gestellt.

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Koza benimmt sich, als ob die Gemeinde ihm gehöre. Er ist des Bürgermeister- Amtes unwürdig, sonst würde er Konsequenzen aus seinem Handeln ziehen und sich nicht in Neuwahlen flüchten.

Indra Collini, Landessprecherin der Neos

Ruf nach dem Rechnungshof 
„Vösendorf ist für die Neos kein rechtsfreier Raum“, poltert ausgerechnet der Bürgermeister, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Veruntreuung ermittelt. Konter von Neos-Landessprecherin Indra Collini: „Es wundert nicht, dass Koza auch hier das Recht so biegt, wie es ihm gerade passt.“ Gegenwind hat der Ortschef auch von der SPÖ. Diese fordert eine Überprüfung der Gemeinde Vösendorf durch Rechnungshof und Land.

Politischer Veteran als Überläufer
Doch Koza darf sich auch über einen Unterstützer freuen: Das örtliche Bürgerlisten-Urgestein Johann Pipek – er feiert heuer seinen 70er – trat ebenfalls zurück. Und wechselte zur ÖVP.

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