Im Vorjahr erkrankten rund 10.000 Oberösterreicher neu an Krebs. Sie werden künftig alle nach den gleichen Standards behandelt, denn nun haben sich sämtliche Krankenhäuser des Bundeslandes zu einem Tumorzentrum zusammengeschlossen.
Das im März 2019 von der Vinzenz-Gruppe, den elisabethinen linz-wien sowie der oberösterreichischen Gesundheitsholding initiierte „Tumorzentrum Oberösterreich„ ist komplett. Mit dem Beitritt des Kepler Universitätsklinikums, des Klinikums Wels-Grieskirchen und des Klinikums Braunau ist die Lücke geschlossen. Das Tumorzentrum erfüllt die EU-Zielforderung, wonach 90 Prozent der Patienten bis 2030 in einem derartigen Zentrum versorgt werden sollen, schon ab diesem Jahr.
Videokonferenzen zu Tumoren
Zugleich sei die Vernetzung aller oö. Häuser in der Krebstherapie „im deutschsprachigen Raum einzigartig“. Es werde eine „flächendeckende, in ihrem Leistungsspektrum aufeinander abgestimmte, onkologische Versorgung“ ermöglicht, führte LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP), die auch für das Gesundheitswesen verantwortlich ist, aus. Egal, wo ein Krebspatient künftig in Oberösterreich ins Spital komme, er werde immer die gleiche Behandlung erhalten, da Ärzte und Pflegepersonal in sogenannten Tumorboards via Videokonferenzen jeden einzelnen Krebspatient besprechen.
10.000 Neuerkrankungen pro Jahr
Grundlage der Behandlung seien 60 Leitlinien des Zentrums, die mindestens einmal im Jahr aktualisiert werden. Zudem gehe es auch um „das Messen der Qualität der Behandlung“, erläuterte Zentrumsleiter Ansgar Weltermann. Dazu sei das Erfassen jedes einzelnen Krankheitsverlaufs „nach exakten Vorgaben, die sich nach internationalen Vorgaben richten“, Voraussetzung. Aus dem Krebsregister des Tumorzentrums geht hervor, dass in Oberösterreich 2023 rund 10.000 Menschen neu an Krebs erkrankten und diese in den Spitälern betreut und therapiert wurden.
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