Im Jahr 2023

Bergrettung hatte so viele Einsätze wie nie zuvor

Oberösterreich
18.01.2024 13:40
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Im Vorjahr haben die heimischen Bergrettungen in 556 Einsätzen 661 Personen gerettet - so viele wie nie zuvor. In zehn Jahren hat sich die Zahl der Geretteten verdoppelt. 26 Personen konnten nur mehr tot geborgen werden. Die häufigsten Gründe für Notlagen sind Selbstüberschätzung und mangelndes „Gespür“ für den Berg. 

Die Bergrettung in Oberösterreich mit rund 860 ehrenamtlichen Helfern hat im vergangenen Jahr so viele Alpinisten wie noch nie von den Bergen geholt. Bei 565 Einsätzen waren 661 Personen in Bergnot geraten, so die Rekordzahl.

2023 die zweitmeisten Toten 
26 Menschen konnten nur mehr tot geborgen werden, das war der zweithöchste Wert seit Aufzeichnungsbeginn, teilte die Bergrettung am Donnerstag mit. Innerhalb von zehn Jahren habe sich die Zahl der geretteten Personen verdoppelt.

Als Gründe für die steigenden Einsatzzahlen führte der Leiter der Bergrettung OÖ, Christoph Preimesberger, vor allem den anhaltenden Boom zum Bergsport sowie die guten Wetterverhältnisse in den vergangenen Jahren an.

Ausrüstung nicht das Problem
„Aber auch eine gewisse Selbstüberschätzung und mangelndes ‘Gespür‘ für den Berg“, nannte er. Unzureichende Ausrüstung hingegen sei immer seltener die Ursache für eine Notlage.

Viele Ungeschicke und Gesundheitsprobleme
Mehr als die Hälfte der Notfälle gehe auf Stürze, Stolpern und Ausgleiten im Wandergelände zurück. Danach folgen medizinische Notfälle wie Herz-Kreislauferkrankung oder Schlaganfälle. Bei rund zehn Prozent der Einsätze haben sich die Betroffenen bei ihren Touren im Gelände verirrt oder verstiegen.

Eher selten, dafür aber „meist sehr dramatisch sind Unfallursachen wie der Ausbruch von Griffen, Stein- und Eisschlag, Spaltenstürze oder Lawinen“, so Preimesberger in der Aussendung.

Überwiegend Österreicher gerettet
Weiters gibt die Statistik auch noch Aufschluss über die Nationalität der in Bergnot geratenen Personen: Etwa 61 Prozent stammen aus Österreich, 16 Prozent aus Deutschland und knapp elf Prozent aus Tschechien. Die restlichen zwölf Prozent verteilen sich auf 26 weitere Nationen.

Um einen Teil der Material- und Ausbildungskosten abzudecken, verrechne die Bergrettung OÖ 495 Euro pro Stunde für einen Standardeinsatz. Für den Einsatz eines Rettungshubschraubers sei mit ca. 100 Euro pro Flugminute zu rechne

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