Bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mehr Tempo in Europa gefordert. „Europa muss sich ins Zeug legen“, sagte von der Leyen am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz. Mit den richtigen Investitionen könne die EU „den Weg für eine verantwortungsvolle Nutzung der KI weisen“, erklärte von der Leyen.
Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen hänge davon ab, wie schnell sie Künstliche Intelligenz in ihrem Alltag einsetzten. „KI kann in beispiellosem Tempo die Produktivität steigern“, betonte von der Leyen. Die EU müsse deshalb verfügbare Industriedaten nutzen, um eigene KI-Modelle zu entwickeln und „bei der industriellen KI führend zu sein“.
Die Kommission will KI-Start-ups fördern und europäischen Unternehmen Zugang zu Supercomputern geben, damit sie Modelle mit großen Datenmengen trainieren können. Für die Nutzung der Künstlichen Intelligenz soll in der EU zudem ein weltweit einmaliger Rechtsrahmen gelten. Die EU-Gesetzgeber hatten sich im Dezember auf eine Regelung geeinigt, nach der Entwickler unter anderem KI-generierte Texte, Töne und Bilder eindeutig kennzeichnen müssen.
Für „risikoreiche“ Anwendungen wie etwa Gesichtserkennung-Software in Sicherheitsbehörden sollen verschärfte Vorschriften gelten. Damit schaffe die EU Vertrauen in die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, betonte von der Leyen in Davos. Das Gesetz wird jedoch frühestens ab 2026 greifen, bis dahin setzt Brüssel auf freiwillige Absprachen mit den Technologieunternehmen.
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