Sollte Bruder sterben?

Nach Autounfall: Ermittlungen wegen Mordversuchs

Tirol
15.01.2024 10:30

Der Verdacht wiegt schwer: Nach einem Autounfall in der Nacht auf Samstag im Tiroler Unterland steht der 29-jährige Lenker nun im Zentrum von Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Laut den Ermittlern dürfte der Verdächtige versucht haben, seinen Bruder und sich selbst zu töten. Der Einheimische sitzt mittlerweile in Haft.

Der 29-jährige Einheimische und dessen Bruder (36) als Beifahrer waren in der Nacht auf Samstag gegen 1.45 Uhr auf der A12 Inntalautobahn von Kufstein kommend in Richtung Innsbruck unterwegs, als es zu dem augenscheinlichen Unfall kam.

„Aus bislang noch ungeklärter Ursache geriet der Lenker mit dem Pkw auf der Fahrbahn im Bereich Kramsach/Münster ins Schleudern und kam schließlich nach dem Straßengraben im Böschungsbereich neben der Autobahn zum Stillstand“, berichtete die Polizei noch am Wochenende. Beide Männer erlitten Verletzungen - der Lenker war zum Unfallzeitpunkt betrunken.

Mit 100 km/h von Fahrbahn abgekommen
Am Montag dann der Paukenschlag. Wie die Polizei erklärte, ergab sich im Zuge der Ermittlungen der Verdacht, „dass der Verkehrsunfall vom 29-jährigen Lenker vorsätzlich herbeigeführt worden sein dürfte.“ Der Verdächtige dürfte versucht haben, „seinen Bruder und sich selbst zu töten, indem er seinen Pkw auf der Inntalautobahn mit einer Fahrgeschwindigkeit von zumindest 100 km/h absichtlich nach rechts lenkte, wodurch der Pkw folglich über den Fahrbahnrand geriet und schließlich gegen eine Baumgruppe prallte.“

Lenker (29) in Justizanstalt eingeliefert
Von der Staatsanwaltschaft Innsbruck sei gegen den Lenker ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet worden. Der Beschuldigte wurde nach der Einvernahme durch Beamte des Landeskriminalamtes Tirol am Sonntag über Anordnung der Justiz ins Innsbrucker Gefängnis überstellt.

Sowohl der Verdächtige als auch dessen Bruder erlitten beim Unfall leichte Verletzungen. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER. 

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