Sorge sogar vor Terror

Strenge Auflagen lassen Faschingsparty platzen

Oberösterreich
09.01.2024 18:30

Das ist bitter! Die Kiridorfer Faschingsgilde muss nach einem langen Behördengespräch das bunte Treiben in der Kirchdorfer Innenstadt absagen. Gefordert wurde von den ehreamtlichen Vereinsvertretern rund um Präsident Roman Mittendorfer sogar die Erstellung eines eigenen Konzepts für die Terrorprävention. 

Paukenschlag vor Beginn der großen Faschingspartys. Die Kiridorfer Faschingsgesellschaft sagt die diesjährige große Feier ab. Sie hätte heuer in einem noch größeren Rahmen über die Bühne gehen sollen. Geplant war ein Event mit bis zu 2500 Besuchern.

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Wir hätten ein Konzept zur Terrorprävention und Maßnahmen gegen Unwetter vorlegen müssen.

Roman Mittendorfer, Präsident Kiridorfer Faschingsgilde

 „Bei der mehrstündigen Vorbesprechung mit der Behörde wurden wir über die gesetzlichen Erfordernisse informiert. Wir hätten ein Konzept zur Terrorprävention, Maßnahmen gegen Unwetter, Notstrombeleuchtung, Zeltsicherungen, diverse Abnahmeatteste für Verkabelungen durch konzessionierte Unternehmen vorlegen müssen. Als ehrenamtlich arbeitender Verein schaffen wir das in der Kürze der Zeit einfach nicht, auch finanziell ist es nicht zu stemmen“, bedauert Präsident Roman Mittendorfer.

Ried unterstützt Landjugend
Das Aus in der Faschingshochburg Kirchdorf schlägt vielerorts hohe Wellen. Auch in Ried/Innkreis, wo nach vielen Jahren die Landjugend am 28. Jänner wieder einen Umzug organisiert und auf die Unterstützung der Stadt bauen kann. Bürgermeister Bernhard Zwielehner (VP): „Wir kümmern uns um den Ordnungsdienst, der Bauhof hilft auch mit. Aber auch wir haben mit den Auflagen zu kämpfen. Es ist bedenklich, wenn deshalb Veranstaltungen wie Faschingsfeiern nicht stattfinden können.“

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Es ist ein Armutszeugnis, wenn auch schon Veranstaltungen im öffentlichen Interesse an den Auflagen scheitern.

Peter Jungreithmair, Wels-Marketing

Ins gleiche Horn stößt der Welser Stadtmarketingchef Peter Jungreithmair, der für den Faschingdienstag eine große Sause in der Innenstadt ankündigt. „Es ist ein Armutszeugnis, wenn schon Veranstaltungen im öffentlichen Interesse an Auflagen scheitern. Man kann offensichtlich auch Faschingsfeiern in einer Hochburg wie Kirchdorf zu Tode verwalten.“

Schlussbesprechung in Bad Hall 
Auch Christian Ziermair Präsident des Bad Haller Carneval Clubs, ist in Sorge. Morgen, Donnerstag, steigt ein klärendes Gespräch mit den Behörden. „Ich gehe davon aus, dass unser Umzug am Faschingdienstag wie geplant stattfindet. Wir sind aber mit 25 bis 30 Wagen aber auch viel kleiner als Kirchdorf.“

Grünes Licht für Fetzenzug
Sorgenfrei ist hingegen Hannes Scheck jun. vom Verein Ebenseer Fasching. „Wir haben von den Behörden schon die Genehmigung für Fetzen- und Faschingsumzug. Es arbeiten sieben Vereine zusammen.“

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