Am Schafberg

Hündin „Gaia“ wurde nach 70 Meter-Sturz gerettet

Oberösterreich
02.01.2024 18:37
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Nachträgliches Weihnachtswunder am Schafberg: Bergretter aus St. Gilgen und Hundeführer der Bergrettung fanden und bargen heute Nachmittag am Schafberg einen vermissten Hund aus steilem Felsgelände. Border Collie „Gaia“ war tags zuvor einer tschechischen Familie ausgebüxt und 70 Meter eine Felswand hinuntergestürzt.

Die Familie aus Tschechien war am Montag Nachmittag am Schafberg mit ihrer Hündin „Gaia“ oberhalb der Mittelstation unterwegs. Die kleine Tochter der Tschechen führte die junge Border Collie Hündin an der Leine, als diese sich plötzlich losriss und in Folge über eine 70 Meter hohe Felswand abstürzte, so die Bergrettung St. Gilgen

Suche blieb anfangs erfolgsos
Eine erste Suche durch die Familie blieb erfolglos. Dienstagmorgen brachen Mitglieder der Bergrettungsortsstelle St. Gilgen, drei Hundeführer der Bergrettung und ein Hundeführer der Vermisstenhundestaffel zur Suche auf.

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14 Feuerwehrmitglieder der Drohnengruppe Mondseeland und ein Berufsjäger unterstützten uns bei der Suchaktion.

Einsatzleiter Estolf Müller, der auch mit seiner Hündin bei der Suchaktion beteiligt war

Das felsdurchsetzte und teilweise eisige Gelände in diesem Bereich forderte die Bergretter, „wir haben aber schließlich am oberen Ende des sogenannten Kesselbachgrabens Spuren eines Hundes entdeckt. Durch Drohnenflüge konnte die Feuerwehr um etwa 13 Uhr unterhalb einer steilen Felswand auf der Wärmebildkamera einen Hund unter Felsen lokalisieren“, so Einsatzleiter Müller. 

Eine sehr fordernde Bergung
Es folgte eine sehr fordernde Bergung der Hündin im extrem steilen und lawinengefährlichen Gelände. Müller: „Die verletzte und verängstigte Hündin hatte sich unter Felsen verkrochen. Ein Hundeführer der Bergrettung konnte mit seinem Hund allerdings die Hündin etwas beruhigen und schließlich aus dem steilen Gelände bergen.“

„Gaia“ war nur leicht verletzt
Gegen 16 Uhr wurde Gaia an ihre glücklichen Besitzer übergeben. Aufgrund der leichten Verletzungen  - vor allem Abschürfungen und Wunden an Pfoten und Augen - fuhr die Familie allerdings noch zur medizinischen Abklärung in eine Tierklinik.

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