Schlimmste Weihnacht. Fassungslosigkeit, Trauer, Entsetzen - davon berichten unsere Reporter aus Prag. Der Amokläufer vom Donnerstag hat der Goldenen Stadt den vorweihnachtlichen Glanz geraubt. Das Blutbad, das der 24-jährige Student an der berühmten Karlsuniversität angerichtet hat, kostete 15 Menschen ihr Leben. „Weihnachten ist heuer nicht die Nacht des Friedens, sondern die Nacht der Trauer, meldet das „Krone“-Reporterteam aus der tschechischen Hauptstadt. Unsere Kollegen sprachen mit Angehörigen und Freunden von Opfern. Ein junger Mann erzählte ihnen, dass einer seiner besten Freunde vom Amokschützen getötet wurde und bringt es auf den Punkt: „Dies ist mit Abstand die schlimmste Weihnacht meines Lebens“. Man kann es nachfühlen.
Danke sagen. Zu Weihnachten, da sollten wir, wie Conny Bischofberger heute in ihrer „Krone“-Kolumne schreibt, auch an jene denken und ihnen danke sagen, „denen man nie begegnet ist“. Sie meint den „Lastwagenfahrer, der all die Weihnachts-Köstlichkeiten termingerecht in den Supermärkten abliefert“ genauso wie „die Frau, die vielleicht wie 300.000 andere verkühlt ist und trotzdem schon um vier aufsteht und in die Arbeit pendelt“ oder „die Schneeschaufler am Land, die Feuerwehrleute nach dem Sturm, Zugbegleiterinnen in überfüllten Railjets“ und viele mehr - von den Pflegekräften bis zu den Zustellern. Sie erinnert an die vielen Menschen „mit undankbaren Jobs, die für ziemlich wenig Geld dafür sorgen, dass unser Land funktioniert“. Ja, an die sollten wir denken und ihnen danke sagen - zu Weihnachten und das ganze Jahr!
Kommen Sie gut durch den Samstag!
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