Das Land bastelt weiter an seiner Marke Vorarlberg - diese soll nun auch am Campus V in Dornbirn verortet werden - samt Personal. Gestärkt werden soll die Marke durch Anstrengungen im Kinder- und Jugendbereich.
Einen ziemlich weiten Spagat versuchten am Dienstag Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler am politischen Parkett hinzulegen. Denn einerseits sollte es um Vorarlberg als „chancenreichsten Lebensraum für Kinder“ gehen. Etwas, das die Landesregierung schon vor Jahren als Ziel formuliert hat und zudem zum Identifikationsmerkmal der „Marke Vorarlberg“ erhoben sehen will.
Andererseits präsentierte Jimmy Heinzl von der WISTO (Wirtschaftsstandort Vorarlberg) den Ausbau ebendieser Marke. Dabei ging es vorrangig darum, die Marke „erleb- und spürbar“ zu machen. Und zwar in einer „Geschäftsstelle, die physisch verortet wird“ - am Campus V in Dornbirn. Dort soll Vorarlberg bald als „zukunftsorientierter Standort wahrgenommen werden können“, selbst „ausländische Delegationen“ sollen dann dort hingeführt werden. Dafür gibt es natürlich „zusätzliche Ressourcen“, sprich 500.000 Euro.
So wundert es wenig, dass Jimmy Heinzl am Dienstag von „sieben Millionen Euro für markenrelevante Projekte“ sprach. Gemeint sind damit freilich jene Projekte, die die Landesregierung für die Förderung von Kindern und Jugendlichen initiiert - und mit Mitteln aus den Heimfallsrechten der Illwerke VKW finanziert.
Reichlich Irritationen
Für reichlich Irritation sorgt hier allerdings der Umstand, dass 3 von diesen 7 Millionen Euro in das Projekt „Wohnen 550“ und den neu gegründeten Bodenfonds fließen. Das hat mit der Förderung von Kindern und Jugendlichen höchstens bedingt zu tun. Wallner selbst sprach die Kritik an dieser Mittelverteilung am Dienstag an - und ließ erneut wissen, dass er diese nicht verstehen würde.
Immerhin: 500.000 von den 7 Millionen Euro fließen in die „tägliche Bewegungseinheit an Volksschulen“, die nun vorarlbergweit ausgebaut werden soll. Auch der bereits präsentierte Ausbau der Schulsozialarbeit, die Ausweitung der Lerncafes und gesunde, regionale Mahlzeiten an den Schulen (1,5 Mio. Euro) werden aus diesem Fördertopf finanziert.
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