Zum 14 Mal wurde nun ein Linzer (44) verurteilt. Drei Jahre, nachdem er bedingt aus der Haft entlassen worden war, wurde er wegen seiner Heroin-Sucht rückfällig. Zuerst stahl er zwei E-Bikes, schlug dann die Scheibe zu einem Linzer Juwelier ein. Die Beute, Schmuck um mehr als 13.000 Euro, versetzte Oliver S. zum Teil, tauschte den Rest in Linz und Wien gegen Drogen - von mieser Qualität.
Zwei weitere Einbrüche bei einem Juwelier - hier ging der Alarm los - und einem Optiker mit Hilfe eines Golfschlägers scheiterten, beim letzten kam die Polizei und schnappte ihn. Zuerst stritt er alles ab, vor Gericht war er geständig. „Das Geständnis hätte mehr Qualität, wäre es nicht erst erfolgt, weil erdrückende Beweise vorliegen“, meinte Anklägerin Ulrike Breiteneder, die auch keine „normale Beschaffungskriminalität“ wie bei anderen Drogensüchtigen ortete.
Hoffen auf Entzug
„In Haft funktioniere ich, draußen falle ich immer auf die Fresse“, meinte der Angeklagte. 30 Monate Haft - wegen seiner Vorgeschichte waren bis zu siebeneinhalb Jahre Haft möglich - nahm er an, hofft auf gerichtlichen, stationären Drogenentzug. Darüber, vor allem über die Erfolgsaussichten, muss ein Gutachter entscheiden. Dann würde es auch einen Strafaufschub geben.
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