Ein Unfall auf dem Zirler Berg, bei dem ein Lkw-Lastenzug involviert war, ruft Fritz Gurgiser, den Obmann des Transitforum Austria Tirol, auf den Plan. Er prangert das dahinter stehende System an. Der „brutale Druck auf die EU-Lenkrad-Lohnsklaven“ führe zur Missachtung von Lkw-Fahrverboten.
Das Beispiel des in der Nacht von Samstag auf Sonntag verunfallten Lkw-Lastzuges am Zirler Berg zeige einmal mehr, „unter welch brutalem Druck die internationalen Lenkrad-Lohnsklaven stehen, die trotz widrigster Bedingungen versuchen, ihre ,leicht verderbliche Pkw-Fracht‘ rasch von A nach B zu transportieren“, sagt Fritz Gurgiser und nimmt diesen Fall zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass bestehende Lkw-Fahrverbote missachtet werden. „Ausweich- und Umgehungsverkehre nehmen schleichend zu - am Fernpass, am Zirler Berg, im Achental. Vor allem, um die Kontrollstellen in Kundl und Radfeld zu meiden“, sagt Gurgiser.
System „eine Verwahrlosung der Auftraggeber“
„Wir wollen in diesem Fall nicht den Fahrer anprangern, sondern wie so oft das dahinter stehende System, welches menschenverachtenden Druck auf die Fahrer ausübt: Schlechte Entlohnung, schlechte Arbeitszeiten, Ghetto- anstatt Familienleben und in Folge Missachtung bestehender Verordnungen, um unter den miesen Bedingungen sich selbst entweder ein wenig ,aufzubessern‘ oder sich massiv zu gefährden.“ Es sei an der Zeit, das System, das eine „Verwahrlosung der Auftraggeber“ zeige, nicht mehr nur zu hinterfragen.













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