Gebäude in Flammen
US-Kampfjet stürzt in Wohnanlage: Sieben Verletzte
Die sieben Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, schilderte Feuerwehrchef Tim Riley auf einer Pressekonferenz. Die Verfassung des Piloten und des Navigators wurde als gut beschrieben. Wie die Rettungskräfte mitteilten, wurden mittlerweile alle bis auf einen der sieben Verletzten wieder aus dem Spital entlassen.
Maschine kurz nach Start abgestürzt
Bei dem abgestürzten Flieger handelt es sich laut Angaben der Navy um eine zweisitzige F/A-18D. Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start der Maschine. Ein Marineoffizier nannte einen mechanischen Fehler als Grund für den Absturz des Kampfflugzeugs. Demnach führte der noch nicht näher bekannte Fehler zum "erzwungenen Auswurf" der beiden Besatzungsmitglieder per Schleudersitz.
Das führerlose Kampfflugzeug war in einen zweistöckigen Wohnkomplex gerast, der teilweise einstürzte und in Flammen aufging. Nach Angaben der städtischen Feuerwehr fingen daraufhin weitere Gebäude Feuer, die Brände seien aber schnell unter Kontrolle gebracht worden.
Zu drei Bewohnern habe man noch keinen Kontakt aufnehmen können. Die Suche dauere weiter an, doch sei bisher niemand als vermisst gemeldet worden, berichtete Feuerwehrchef Riley. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia, Bob McDonnell, sagte dem Nachrichtensender CNN, er hoffe auf ein "Karfreitagswunder".
Pilot entschuldigte sich nach Absturz
Ein Augenzeuge berichtete, dass er einen Piloten mit blutverschmiertem Gesicht auf dem Boden liegen gesehen habe. "Ich blickte aus dem Schlafzimmerfenster, und ich sah nichts als rot, rot und orange. Blitze und einen krachenden Lärm", sagte der pensionierte Retter Pat Kavanaugh gegenüber CNN. Der Pilot sei demnach noch in seinem Schleudersitz angeschnallt gewesen. Gemeinsam mit anderen Anrainern habe Kavanaugh den Sitz genommen und den Mann dann auf die Straße getragen. "Es tut mir leid, dass ich in Ihr Gebäude gestürzt bin", zitierte er den Piloten.
Treibstoff abgelassen, um größere Explosion zu verhindern
Mehreren Augenzeugen zufolge habe die Maschine vor dem Absturz noch Treibstoff abgelassen, um eine größere Explosion beim Aufprall zu verhindern. Anscheinend hatten die Piloten zudem versucht, die F/A-18D über das Wohngebiet hinweg in den nahe gelegenen Atlantik zu steuern. Das Flugzeug war laut der amerikanischen Flugbehörde FAA im Navy-Fliegerhorst Oceana in Virginia Beach stationiert.
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