Nach einem Besuch bei einem Schmuckproduzenten kamen die Ideen. Aus Fahrradschläuchen, Treibholz, Jeans, von einem Rehbock das Krickerl - macht die Paschingerin echte Unikate. Es gibt nichts, was die 57-Jährige nicht in ein Kunststück verwandelt.
Ich wollte ursprünglich Juwelierin werden, doch mein Papa hat mich das nicht machen lassen. ,Da tust nur blöd Ketterln löten und verdienst nichts‘, war seine Antwort. Doch die gelernte Werbegrafikerin Bettina Hoflehner hat dann doch irgendwann umgesattelt. Eine Firmenbesichtigung bei einem Schmuckproduzenten gab den Ausschlag: „Ich hab’ mir gedacht, wie geil. Das will ich machen“, lacht Hoflehner. Und dann kamen die Ideen.
Keine Massenproduktion
Und die Inspiration. „Ich hab’ mir am Hauptplatz bei einem Stand jede Menge Perlen, Bänder und Verschlüsse gekauft. Und dann gewerkt.“ Das war vor zehn Jahren. Mittlerweile ist die Paschingerin voll im Geschäft. Bei einer befreundeten Friseurin hat Hoflehner ihre Kreationen in der Auslage präsentieren dürfen. „Nach zwei Wochen ruft sie mich an und sagt: ,Ich habe alles verkauft, und meine Kunden fragen, wann die Schmuckdesignerin die neuen Sachen bringt?‘“ Bei Betty gibt’s nur Einzelstücke.
Kein Beruf, nur Leidenschaft
Fahrradschläuche, Treibholz, Jeans, von einem Rehbock das Krickerl - es gibt nichts, was die 57-Jährige nicht in ein Kunststück verwandelt. „Anfangs hab’ ich nur mit gekauften Perlen gearbeitet, aber dann habe ich mir überlegt, was man denn sonst noch so alles machen könnte und wie man die Materialien verarbeiten kann.“ Massenproduktion? Weit gefehlt. „Es sind Einzelstücke. Und ich möchte nicht davon leben müssen. Das ist meine Leidenschaft, ich will mich austoben. Mein Grundeinkommen hab’ ich mit der Werbegrafik.“
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