Mo, 24. September 2018

Bug sitzt weiter fest

04.04.2012 13:02

Abgebrochenes Heck der "Rena" gesunken

Das Heck des auseinandergebrochenen Containerschiffs "Rena" ist am Mittwoch vor Neuseeland gesunken. Zwölf Meter hohe Wellen hatten das Hinterteil des vor einem halben Jahr auf ein Riff gelaufenen Schiffs in die Tiefe gezogen, wie die Schifffahrtsbehörde am Mittwoch mitteilte. Der Bug des verunglückten Frachters sitzt weiter schwerbeschädigt auf dem Riff fest.

Die Behörde fürchtet nun, dass noch mehr Öl ins Meer laufen und Neuseelands Strände verschmutzen könnte. Es handle sich aber nur um einen "Bruchteil" der Menge, die bisher ins Meer geflossen sei, hieß es. Außerdem könnten Container und Trümmerteile das Wasser verschmutzen.

Das 236 Meter lange und 37.000 Tonnen schwere Schiff war am 5. Oktober 2011 22 Kilometer vor der Küste von Tauranga auf ein Riff gelaufen. Rund 350 Tonnen Öl gelangten ins Meer, 2.400 Vögel verendeten und lange Sandstrände wurden verschmutzt. Von den fast 1.400 Containern an Bord rutschten Dutzende ins Wasser und gefährdeten die Schifffahrt. Das Schiff unter liberianischer Flagge brach Anfang des Jahres in einem Sturm auseinander.

Kapitän angeklagt
Die "Rena" hatte 1.700 Tonnen Schweröl an Bord geladen, als sie das Riff rammte. 1.300 Tonnen konnten abgepumpt werden. Bisher konnten mehr als 680 Container geborgen werden. Der philippinische Kapitän des Frachters ist wegen gefährlicher Fahrweise, Umweltverschmutzung und Justizbehinderung angeklagt. Er hatte das Logbuch der "Rena" nach dem Unfall verändert, sich später aber schuldig bekannt. Ihm drohen sieben Jahre Haft. Das Urteil wird im Mai erwartet.

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