Das Rote Kreuz und die UNIQUA setzen sich seit fünf Jahren dafür ein, mehr Menschen für die Stammzellenspende zu gewinnen. Denn davon hängen zahlreiche Leben ab.
Wenn das erste Kind geboren wird, ist die Freude groß. Doch für die Jungfamilie T. währte diese nur kurz. Im Alter von nur sechs Monaten wurde bei Sohn Michael Blutkrebs diagnostiziert. „Man kann mit Worten nicht beschreiben, wie man sich da fühlt“, sagt Papa Stefan.
Vier Spender gefunden
In der St. Anna Kinderklinik wurde schließlich klar: Um einen Rückfall zu vermeiden - sollte die Chemotherapie erfolgreich sein - braucht es eine Stammzellenspende. Und die Familie hatte Glück. Nach kurzer Zeit wurden in der internationalen Datenbank vier passende Spender gefunden, einer war perfekt. Wenige Monate nach der Diagnose wurde die Transplantation durchgeführt.
Heute, vier Jahre später, ist Michael ein gesundes Kind, ein „richtiger Strizzi“ wie sein Vater sagt.
So Leben retten
Damit so ein Happy End zustande kommt, braucht es Spender wie Markus. Der junge Familienvater entschied sich dafür, um Leben zu retten. Vor Kurzem wurde er kontaktiert, als er gerade im Auto saß. Er ist der passende Spender. Für wen? Weiß er nicht, der Prozess läuft anonym ab. Erst nach fünf Jahren ist ein persönliches Treffen möglich, wenn der Empfänger das wünscht.
Jeden Tag erhalten drei Menschen in Österreich die Diagnose Leukämie. Eine Stammzellenspende ist oft die einzige Rettung, die Chance, die passende zu finden steht aber bei 1:500.000.
Spender gesucht!
Umso wichtiger ist es, dass sich mehr Menschen zwischen 18 und 35 Jahren registrieren. Dafür wird lediglich eine Speichelprobe benötigt. Und auch die Stammzellenspende an sich ist mit einer Blutabnahme vergleichbar.
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