Sa, 20. Oktober 2018

Einstieg ohne Reue

16.03.2012 12:13

BMW 525d Touring: Der Bayer geht ab wie die Paketpost

Der BMW 525d xDrive Touring markiert den Einstieg in die Münchner Allradkombi-Businessklasse. Unter der Haube nagelt da ein jüngst versparsamter und um 14 PS erstarkter Doppelturbodieselmotor mit ebenso vielen Zylindern wie angetriebenen Rädern. Der geht ab wie die Post, im Fall des Testwagens sogar wie die Paketpost.

Der neue 218 PS starke Zweiliter-Vollaluminium-Motor ist leichter als der alte. Für ein besonders spontanes Ansprechverhalten sorgt die "Stufenaufladung nach dem Variable Twin Turbo Prinzip", wie das bei BMW heißt: Ein kleiner Lader mit variabler Turbinengeometrie ist bereits bei niedrigen Drehzahlen aktiv, darüber kommt dann der große Lader dazu. Macht summa summarum 450 Nm von 1.500 bis 2.500 Touren.

In der Praxis heißt das: Die Kraft kommt jetzt aus dem Keller, und nach oben ist auch gut Luft. 7,3 s auf 100 km/h ist ein herzeigbarer Wert, nicht nur für einen 1,8 Tonnen schweren Kombi. Die Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h habe ich nicht ausprobiert (und wenn, würde ich es nicht zugeben). Fünfeinhalb Liter pro 100 Kilometer verspricht der Normverbrauch, im Test bin ich auf exakt 8,0 Liter gekommen. Dazu muss man allerdings fairerweise sagen, dass es täglich saukalt war, die Strecken meist eher kurz, die Sitzheizung an und die Stopp-Start-Automatik temperaturbedingt außer Betrieb. Und ich habe den Eco-Pro-Modus ignoriert.

Das Geräuschniveau im Innenraum geht voll okay. Klar kann man sich einen Sechszylinder wünschen, muss man aber nicht. Wie gut der Innenraum gedämmt ist, hört man, wenn man bei laufendem Motor aussteigt.

Die Achtgangautomatik ist bei allen Allrad-Fünfern serienmäßig und arbeitet sehr anständig, nämlich zügig, komfortabel und sparsamer als ein Handschalter – erstaunlich, da es sich doch um eine Wandlerautomatik handelt, nicht um ein Doppelkupplungsgetriebe.

Pakete, Pakete, Pakete
Im winterwunderweißen Bayernkombi wurden eine ganze Menge Pakete nicht verladen, sondern geordert und eingebaut: das praktisch obligatorische Österreich- (3.300 Euro), für Sportler im Geiste das M Sport- (4.800), für Verwöhnte das Komfort- (2.800) und für noch mehr Verwöhnte das Business-Plus-Paket (4.200). Erstaunlich, aber wahr: Die (auch ohne Ledersitze unverzichtbare) Sitzheizung kostet nochmals über 400 Euro extra. Inklusive Beiwerk wie Rückfahrkamera (empfehlenswert) oder Speed Limit Info (verzichtbar bis unnötig) sind wir unterm Strich bei 74.413 Euro ("nackt" 56.700).

Vier richtig fette Pakete verstaut – und in den Kofferraum passen immer noch familientaugliche 560 bis 1.670 Liter rein. Die Heckklappe öffnet sich dank Österreichpaket auf Knopfdruck automatisch – serienmäßig sogar geteilt, also nur die Heckscheibe. Wenn mal nur das Täschchen hineingelegt werden soll.

In den harten Zeiten dieses Winters habe ich eines besonders schätzen gelernt: die extrem schnell ansprechende Heizung, und auch die Sitzheizung macht nicht bei jedem Fabrikat einen so guten Job.

Der BMW 525d xDrive ist einer für alles: Er fährt sich komfortabel und sportlich, passt ins Business- oder Edelambiente ebenso wie aufs Land, der Kofferraum nimmt feine Lederkoffer genauso gerne wie zentnerweise Holz und sonstiges Baumarktzeugs und hat dank Allradantrieb das Potential, den Winter für jedermann zur Spaßzeit zu machen.

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