GUTEN MORGEN

Flagge zeigen | Verrechnet

Flagge zeigen. Das haben wir gerade noch gebraucht: Nachdem zuerst an dem zu diesem Zeitpunkt unverständlicherweise unbewachten jüdischen Stadttempel in Wien die israelische Fahne unter Gejohle vor laufenden Handykameras heruntergerissen wurde folgten auch noch Angriffe auf Flaggen in Linz und Salzburg. Dort wurde vor dem Schloss Mirabell bereits zum dritten Mal binnen elf Tagen die Israelfahne beschädigt - und all das nach der fürchterlichen Terrorattacke der palästinensischen Hamas auf Israel, bei der Hunderte Menschen auf teils bestialische Weise getötet und viele in den Gaza-Streifen verschleppt wurden, wo sie jetzt als Geiseln um ihr Leben bangen. Mittlerweile hat man in Österreich den Schutz jüdischer Einrichtungen samt der israelischen Fahnen massiv verstärkt. Endlich wird Flagge gegen den widerlichen neuen Antisemitismus gezeigt.

Verrechnet. Rechnen in der SPÖ - das ist so eine Sache, wie wir heuer erfahren mussten. Selbst einfache Additionen können da zur nicht mehr zu meisternden Herausforderung werden. So dass ein Kandidat mit weniger Stimmen, wie der Burgenländer Hans Peter Doskozil, für zwei Tage zum Sieger am Parteitag ernannt wird. Schuld, so versuchte man es danach zu erklären, sei eine falsche Formel gewesen. Dabei wäre die einfachste Formel: 1+1+1 usw = x. Wie man gesehen hat, kann man daran scheitern. Nun sorgt eine neue Berechnungsformel für Streit in der SPÖ - immerhin dreht es sich hier um einen komplizierteren Vorgang als bei der Auszählung der Ergebnisse von zwei Kandidaten bei einem Parteitag, nämlich um jene Formel, die berechnet, wie die Listenplätze der Kandidaten für die EU-Wahl verteilt werden. Da fühlt sich das Burgenland nun schlecht behandelt, während auch Unmut über das Prozedere herrscht, wie SPÖ-EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder bestellt wurde. Und heftige Diskussionen gibt es auch um die zukünftige, basisdemokratische Bestellung des SPÖ-Vorsitzenden. Die sozialdemokratischen Streithähne und Rechenmeister finden nicht einmal den kleinsten gemeinsamen Nenner.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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