Do, 24. Jänner 2019

Luftangriffe

11.03.2012 11:24

Neue Welle der Gewalt im Gazastreifen

Die Gewalt im Gazastreifen ist am Wochenende erneut eskaliert. Bei israelischen Luftangriffen kamen seit Freitag mindestens 17 Palästinenser ums Leben, im Gegenzug feuerten Extremisten aus dem Gazastreifen etwa 100 Raketen auf den Süden Israels ab. Bei einem Angriff auf ein Flüchtlingslager im Norden ist am Sonntag nach örtlichen Angaben ein zwölfjähriger palästinensischer Bub getötet worden. Die israelische Armee bestätigte den Angriff zunächst nicht.

Der Gazastreifen ist seit Freitag Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen radikalen Palästinensern und dem israelischen Militär. Insgesamt starben bei israelischen Luftangriffen seither mindestens 17 Palästinenser, 28 weitere wurden verletzt. Aus dem Gazastreifen flogen nach israelischen Angaben binnen 24 Stunden mehr als 100 Raketen und andere Geschosse in Richtung Israel.

Bei den israelischen Luftangriffen wurde unter anderem der Chef der extremistischen palästinensischen Komitees des Volkswiderstands, Suheir al-Kaissi, getötet. Die israelische Armee bezeichnete den tödlichen Angriff als "gezielte Eliminierung". Sie warf den Komitees vor, für die kommenden Tage einen Terroranschlag vorbereitet zu haben.

Militante Gruppen feuern Raketen ab
Die Ereignisse vom Wochenende waren die blutigsten Stunden seit der israelischen Großoffensive vom Winter 2008/2009. Die radikalislamische Hamas, die im Gazastreifen seit dem Jahr 2007 regiert, befindet sich mit Israel praktisch in einer Waffenruhe, doch andere militante Gruppen, darunter die Komitees des Volkswiderstands, feuern regelmäßig Raketen oder Granaten ab.

Internationale Besorgnis
Die neue Eskalation der Gewalt in dem jahrzehntealten Konflikt löste international Besorgnis aus. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und der Nahost-Sondergesandte der Vereinten Nationen, Robert Serry, forderten Israel und die Palästinenser zu Zurückhaltung und zu einer Waffenruhe auf.

Am Montag will das in dem Konflikt vermittelnde Nahost-Quartett aus den USA, der Europäischen Union, Russland und den UN darüber beraten, wie die festgefahrenen Friedensgespräche wieder in Gang gebracht werden können.

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