Mi, 19. Dezember 2018

Für 2011 angekündigt

11.03.2012 10:16

"US-Prophet" rudert zurück: "Das Ende der Welt fällt aus"

Der Weltuntergang ist nicht verschoben, er fällt aus. Zu dieser späten Erkenntnis kommt der US-Prediger Harold Camping (Bild), wie "Spiegel Online" am Sonntag berichtete. Der 90-jährige Apokalyptiker aus Kalifornien hatte jahrzehntelang vor dem Jüngsten Gericht gewarnt und dieses auch terminiert. Nun ruderte Camping zurück und gibt sich prophezeiungsmüde.

Er sehe keine neuen Hinweise auf ein baldiges Ende der Erdbevölkerung, so der Apokalyptiker. Weiterhin würde er auch nicht mehr nach weiteren Zeichen für die Apokalypse Ausschau halten, betonte Camping.

Laut seiner ursprünglichen Berechnung sollte die Welt bereits 1988 ihren Betrieb einstellen. Als es in dem Jahr nicht zu der erwarteten Katastrophe kam, gab er den 21. Mai 2011 als neue Endzeit an. Da dieses Datum ebenfalls ohne Armageddon verstrich, folgte der 21. Oktober des vergangenen Jahres als Ausweichtermin. Auch dieser Tag ging ohne ernsthaften Weltuntergang über die Bühne.

Anhänger verkauften alles, kündigten ihre Jobs
Campings treue Anhänger waren aufgrund der nicht eintreffenden Apokalypse am Boden zerstört. Viele hatten im Vorfeld des erwartenden Weltuntergangs nicht nur ihren Job gekündigt, sondern auch teilweise ihr gesamtes Vermögen dem US-Prediger gespendet. Der Kalifornier benutzte die zahlreichen Dollar-Millionen dazu, um auf mehr als 5.000 Plakatwänden vor der vermeintlichen Katastrophe die US-Bevölkerung zu warnen.

Camping gestand auf seiner offiziellen Web-Seite ein, durch die Geschehnisse am 21. Mai Demut gelernt zu haben. "Wir müssen offen zugeben, dass wir keine neuen Hinweise auf das Ende der Welt haben", teilte der 90-Jährige mit. Die angeblich von den Mayas für den 21. Dezember 2012 prophezeite Apokalypse ließ er unkommentiert.

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