Der Staubniederschlag in der Gemeinde Vöcklamarkt hat letztes Jahr wieder zugenommen. Weil immer wieder Grenzwerte überschritten wurden, nahm die Bezirksbehörde ein riesiges Sägewerk im Ortszentrum unangekündigt unter die Lupe. Für das Unternehmen mit 170 Mitarbietern wurden die Auflagen verschärft.
Mit der schlechten Luft kämpft Vöcklamarkt seit Jahren. Bei Messungen des Staubniederschlags werden immer wieder Grenzwerte überschritten. Sie liegen oft auch über jenen von Linz. Besonders besorgniserregend: 2022 wurde nach 2013 und 2014 wieder der aussagekräftige Grenzwert für das Jahresmittel nicht eingehalten. Im Kreuzfeuer der Kritik steht dabei der Holzverarbeitungsbetrieb VM Holz.
Prüfung durch die Behörde erfolgte ohne Anmeldung
Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck als zuständige Gewerbebehörde stattete dem Unternehmen kürzlich einen unangekündigten Besuch ab. Ergebnis: Für die Betriebsanlage werden zwei zusätzliche Auflagen verordnet. Details waren nicht zu erfahren. Firmenchef Karl Schmid zeigt sich kooperativ: „Wir sind der meistkontrollierte Betrieb Österreichs. Selbstverständlich werden wir auch diese Auflagen erfüllen. Wir haben schon in den letzten Jahren viel getan, um einen Frieden mit unseren Nachbarn zu haben. Das dürfte uns gelungen sein.“
Tatsächlich hebt auch die Umweltanwaltschaft die Bestrebungen zur Verringerung der Staubbelastung hervor. Im Betrieb mit 170 Mitarbeitern erfolgt die Entrindung vor der Sortierung und Lagerung des Rundholzes. Die Entstaubung der Sägemaschinen wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Zudem wurde eine Automatisierung des Transportes von Säge-Nebenprodukten vorgenommen, um den Einsatz von Radladern zu vermeiden. Dazu erfolgt auch die Errichtung eines Spänetrockners.
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