Do, 19. Juli 2018

Nach "Super Tuesday"

07.03.2012 12:03

Rennen bei US-Republikanern bleibt spannend

Der mit Spannung erwartete "Super Tuesday" hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner keine Klarheit gebracht. Der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney (rechts im Bild), errang zwar in sechs von zehn Staaten, darunter mit hauchdünner Mehrheit auch im umkämpften Ohio, einen Sieg. Doch auch sein Konkurrent, der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum (links im Bild), schlug sich mit Siegen in drei US-Staaten ziemlich gut.

Nach Angaben von US-Medien gewann Romney die wichtige Vorwahl in Ohio nach Auszählung fast aller Stimmen mit 38 Prozent, dicht gefolgt von Santorum, der demnach nur einen Prozentpunkt weniger erhielt. Das Ergebnis in Ohio war mit Spannung erwartet worden, weil der US-Staat von seiner Bevölkerungsstruktur eine Art "USA im Kleinen" ist.

Ohio ist zudem ein klassischer "Swing State" mit wechselnden Mehrheiten für Demokraten und Republikaner. Das Abschneiden hier gilt als Gradmesser für die landesweite Wählbarkeit der Bewerber: Wer die republikanischen Anhänger in Ohio nicht mobilisieren kann, dürfte im Duell mit Barack Obama bei der Präsidentenwahl am 6. November große Probleme haben.

Bilanz nach "Super Tuesday": 6:3 für Romney
Romney gewann am Dienstag neben dem wichtigen Ohio auch die Vorwahlen in Vermont, Virginia, Idaho, in seiner Heimat Massachusetts und zuletzt auch in Alaska. Santorum setzte sich in Tennessee, Oklahoma und North Dakota durch. Der Ex-Chef des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, siegte in Georgia, wo er rund 20 Jahre lang einen Abgeordnetenwahlkreis innegehabt hatte.

Bei den zehn Abstimmungen über den Herausforderer von Präsident Obama ging es insgesamt um 437 Delegierte, die rund 40 Prozent der auf dem Nominierungsparteitag Ende August benötigten Wahlmännerstimmen ausmachen. Sollte keiner der Bewerber auf dem Parteitag die Mindestzahl von 1.144 Delegierten hinter sich bringen, wird die Kandidatenfrage hinter den Kulissen ausgehandelt.

Top-Ergebnis für Romney in seiner Heimat
Den klarsten Sieg des Wahltags holte Romney in Massachusetts, wo er in den Jahren 2003 bis 2007 als Gouverneur amtiert hatte. Dort erreichte er 72 Prozent der Stimmen, Santorum kam lediglich auf zwölf Prozent. Romney sagte daraufhin, nun sei er fest entschlossen, Obama "aus dem Weißen Haus zu vertreiben".

In Idaho siegte Romney nach jüngsten Angaben mit 62 Prozent der Stimmen, in Virginia mit 60, in Vermont mit 40 und in Alaska mit 33 Prozent. Santorum gewann Oklahoma, Tennessee und North Dakota mit Resultaten zwischen 34 und 40 Prozent. Gingrich setzte sich mit 47 Prozent in Georgia durch. Der Kongressabgeordnete Ron Paul aus Texas konnte erneut keine Vorwahl für sich entscheiden.

Große Worte der beiden Favoriten
"In diesem Wettkampf geht es nicht um einen Namen auf dem Wahlzettel, sondern darum, die Seele Amerikas zu retten", beschwor Romney seine Anhänger. Obama seien "die Ideen und sogar die Entschuldigungen ausgegangen". "Wir sind auf dem richtigen Weg, ich werde diese Nominierung schaffen", gab sich Romney überzeugt.

Sein Herausforderer Santorum sprach vor Unterstützern von einer "Rückkehr" in das Rennen um die Präsidentschaft. Wer gedacht habe, er sei "erledigt", sei nun eines Besseren belehrt worden. "Heute Nacht steht fest: Wir haben - entgegen allen Erwartungen - Rennen über das ganze Land verteilt gewinnen können", sagte er.

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