Santorum vs. Romney

Entscheidung am “Super Tuesday” der Republikaner?

Ausland
06.03.2012 07:50
Mit Abstimmungen in zehn der 50 US-Bundesstaaten erreichen die Vorwahlen zur Kür des republikanischen Präsidentschaftskandidaten ihren vorläufigen Höhepunkt. Am "Super Tuesday" zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen dem favorisierten Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, und dem erzkonservativen Ex-Senator Rick Santorum ab.

Insgesamt geht es um mehr als 400 Delegierte, die rund 40 Prozent der auf dem Nominierungsparteitag Ende August benötigten Wahlmännerstimmen ausmachen.

Ohio besonders umkämpft
Besonders umkämpft ist dabei Ohio. In dem Bundesstaat mit 11,5 Millionen Einwohnern sind nicht nur am Dienstag viele Delegierte für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Partei zu holen. Auch bei der eigentlichen Wahl Anfang November wird Ohio zum politischen Schlachtfeld werden, denn weder Republikaner noch Demokraten haben hier einen großen Vorteil. Entsprechend nehmen die beiden führenden Republikaner, Romney und Santorum, jetzt besonders den "Buckeye State" (Rosskastanien-Staat) ins Visier.

Nach dem überraschend knappen Sieg im benachbarten Michigan bemühte sich Romneys Stab in den vergangenen Tagen allerdings, die Bedeutung von Ohio herunterzuspielen. "Ich glaube nicht, dass wir in Ohio gewinnen müssen", sagte ein Berater, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Solange wir Delegierte gewinnen, läuft es gut für uns." Auch Santorums Stab wollte von einem Zwang zum Sieg nichts wissen. "Wir haben noch viele große Bundesstaaten vor uns", so ein Berater.

Beide Kandidaten unter Erfolgsdruck
Allerdings stehen beide Männer unter Erfolgsdruck. Romneys Sieg in Michigan war zu knapp, um die Bedenken auszuräumen, dass der Geschäftsmann die Republikaner des Landes hinter sich vereinen kann. Ohio könne da viel bewirken, erklärte der republikanische Stratege Ford O'Connell. Auf der anderen Seite befürchten viele Republikaner, dass die erzkonservativen Ansichten des ehemaligen Senators Santorum ihn für große Teile des amerikanischen Volkes im November unwählbar machen. 

Ohne einen deutlichen Sieg von Romney oder Santorum in Ohio könnte sich der Nominierungskampf daher noch weiter hinziehen. Im März finden insgesamt Vor- und Urwahlen in mehr als 20 Bundesstaaten statt.

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