Für den ServusTV-Mystery-Krimi „Trost und Rath“ fiel kürzlich die letzte Klappe in Graz. „Krone“-Redakteurin Marie Leopoldsberger war als Komparsin mittendrin im Geschehen.
Und bitte!„, ruft Regisseur Nikolaus Leytner. Hauptdarstellerin Bea Brocks blickt als Kommissarin Anette Rath kritisch hinter die Bühne, auf der Volksmusikstar Moritz Montblanc (Andreas Kiendl) gerade der Masse einheizt. Vorangegangen war ein Mord, und nun stellt sich die Frage: Tanzt der Teufel in Graz?
Wir befinden uns in der steirischen Landeshauptstadt, herbstlich zeigt sich der Grazer Schloßberg, der die Kulisse für die soeben gedrehten Szenen des Mystery-Krimis „Trost und Rath“ bildet. Komparsen queren den Weg von Brocks, darunter auch „Krone“-Redakteurin Marie Leopoldsberger, die als Statistin an Drehtag 22 für wenige Stunden Teil des Filmteams wird. „Wir wachsen während der Drehs zusammen wie eine Familie. Man sieht sich täglich von morgens bis abends, dann ist das wieder vorbei und es kommt eine neue Familie. Das ist schön, aber auch manchmal traurig“, so Brocks über die Zusammenarbeit mit der Crew.
Etwa 43 Personen stark ist das Hauptteam am Set. Ein vermerkter Ethikcode am Drehplan verrät: Bei der Epo-Film-Produktion für ServusTV wird auf fairen Umgang miteinander geachtet. Machtmissbrauch, Mobbing, Rassismus sollen verhindert werden. „Es gibt zu Recht die Debatte über Machtmissbrauch, aber das Gros sind, aus meiner Erfahrung, sozial denkende, liebe Leute. Sonst würdest du die nicht wieder buchen“, so Michael Ostrowski, der in die Rolle des titelgebenden Ermittlers Armin Trost schlüpft.
Das Erfolgsrezept von Mord und Totschlag im TV ist für Ostrowski erklärbar, auch wenn er selbst kein Krimi-Seher ist: „Eine Krimihandlung bietet automatisch einen Spannungsbogen. Und dann ist da dieses Gefühl, dass da jemandem anderen etwas passiert, aber ich bin daheim und kann mir das in Ruhe anschauen. Das gibt vielen eine Art Beruhigung.“ Dabei geht es für ihn gar nicht ruhig zu: Der große Showdown wird heute gedreht, die geschminkte Platzwunde verrät, dass dieser nicht ganz reibungslos vonstattenging.
Ganz ohne Aufregung verliefen dagegen die kurzen Komparsen-Szenen, bei der Leopoldsberger eine Bühnenassistentin mimt. Nach drei Takes ist die Szene im Kasten. „Komparsen sind für Filme sehr wichtig. Die Erfahrung bei den Dreharbeiten in Graz war so, dass diese Menschen unglaublich engagiert waren. Wir haben etwa eine Crowd Multiplication gemacht. Dafür hatten wir 130 Komparsen hier und im Film sind dann über 1000 Zuschauer zu sehen. Die Leute mussten eine siebenminütige Schleife immer wieder, insgesamt 12-mal spielen und sie haben das mit anhaltender Begeisterung und sehr präzise gemacht, das war eine tolle Erfahrung“, so der Grazer Regisseur Leytner.
Voller Stolz sitzen dann wohl einige der Statisten vor den Fernsehgeräten und freuen sich über jene Szenen, die 2024 für wenige Sekunden als Teil des Krimis über die Bildschirme flimmern werden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.