Nach Behandlung
Jemens Staatschef Saleh aus den USA heimgekehrt
Saleh hatte bei einem Anschlag Anfang Juni 2011 schwere Verletzungen erlitten und war deshalb nach einer ärztlichen Behandlung in Saudi-Arabien Ende Jänner zur weiteren medizinischen Betreuung in die USA gereist.
Der seit 1978 amtierende Staatschef hatte im November offiziell seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Im Gegenzug wurden ihm Immunität und Straffreiheit garantiert. Das Parlament bestimmte zugleich Salehs bisherigen Stellvertreter Hadi zum einzigen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl, die am 21. Februar stattfand.
Der Vorsitzende der obersten Wahlkommission, Mohammed Hussein al-Hakimi, sagte in der Hauptstadt Sanaa, etwa 65 Prozent der registrierten Wähler hätten sich an der Abstimmung am vergangenen Dienstag beteiligt. Davon hätten 99,8 Prozent für Hadi gestimmt.
Zwei Jahre als Übergangspräsident
In seiner Antrittsrede erklärte der bisherige Vizepräsdent, der Jemen müsse einen Schlussstrich unter die Krise ziehen: "Wenn wir uns den Herausforderungen nicht stellen, wird das Chaos regieren." Hadi soll jedoch lediglich für zwei Jahre als Übergangspräsident im Amt sein. Dann sind erneut Wahlen geplant, bei denen dann mehrere Kandidaten antreten sollen. Im Wahlkampf hatte Hadi rasche Reformen versprochen.
Vorgesehen ist auch, dass die zahlreichen Verwandten von Langzeitherrscher Saleh Armee, Geheimdienst und Polizei verlassen müssen. Die Wahl am Dienstag war von Gewalt im Süden und in einigen Bezirken im Nordwesten überschattet gewesen.
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