Aktuelle Daten und Fakten zum Tiroler Wirtschaftsstandort liefern spannende Einblicke. Unter anderem wurden Exporte um 16,7 Milliarden Euro gezählt. Laut WK-Experte Stefan Garbislander sei das „Heilige Land“ bisher gut durch die Krisen gekommen.
Eine aktuelle Statistik über den Wirtschaftsstandort Tirol hat am Montag die Wirtschaftskammer veröffentlicht. Diese liefert imposante Zahlen und Fakten über das Vorjahr. So gab es mit 3162 Neugründungen exakt 50.562 aktive Unternehmen, was einem Plus von 28 Prozent gegenüber 2012 entspricht. „Rund sechs von zehn Unternehmen, die im Jahr 2015 gegründet wurden, waren 2022 noch aktiv. Damit liegt Tirol im europäischen Spitzenfeld“, erklärt Stefan Garbislander, Leiter für Wirtschaftspolitik, Innovation und Nachhaltigkeit in der WK.
Trotz der verschiedensten Turbulenzen hat sich unsere Wirtschaft als robust erwiesen und die Krisen bisher gemeistert.
Stefan Garbislander
Deutschland wichtigster Handelspartner
In den Betrieben arbeiteten rund 265.000 Mitarbeiter. In 3156 Lehrbetrieben wurden 10.408 Lehrlinge beschäftigt. Die Exporte beliefen sich auf 16,7 Milliarden Euro und konnten somit um 13 Prozent im Vergleich zu 2021 gesteigert werden. Wichtigster Handelspartner ist Deutschland (30%), dahinter folgen die Schweiz und Liechtenstein (17%), Italien (11%), Frankreich (5%) und die USA (5%).
Industrie mit wichtigem Beitrag
Zwar gilt Tirol als Tourismusland – es wurden 10,5 Millionen Ankünfte und 43,4 Millionen Nächtigungen gezählt –, doch auch die Industrie leistet einen wertvollen Beitrag. „Die abgesetzte Produktion belief sich auf 14,3 Milliarden Euro“, verdeutlicht Garbislander.
Abschließend noch drei Zahlen, die allerdings aus 2021 stammen: In diesem Jahr wurde mit einer Bruttowertschöpfung von 30,9 Milliarden Euro bilanziert, die Lohn- und Gehaltszahlungen beliefen sich auf 17,8 Milliarden Euro. In Forschung und Entwicklung flossen 544 Mio. Euro.
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