Viele Einfuhrverbote

Kreml warnt jetzt Russen vor Reisen in die EU

Ausland
19.09.2023 11:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem empfohlenen Einfuhrverbot russischer Autos und weiterer Gegenstände in die EU hat das russische Außenministerium alle Landsleute aufgerufen, bei Reisen in unfreundliche Staaten „sorgfältig alle Risiken abzuwägen“.

Die Aufregung in Russland ist derzeit groß. Denn wie die EU-Kommission mitgeteilt hat, sollen russische Touristen von nun an neben privaten Autos auch keine Smartphones, Laptops oder Kosmetik mehr in die EU einführen dürfen.

Russen sollen wachsam sein
Das Außenministerium in Moskau warnt vor Reisen und ruft die Bürger auf, mehr Wachsamkeit und Durchhaltevermögen an den Tag zu legen, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax aus einer entsprechenden Mitteilung der Behörde zitiert.

Den Bürgern müsse bewusst sein, dass sie sich durch die Überquerung der Grenze freiwillig den Gesetzen eines anderen Landes unterordnen. Dies bedeute auch, dass die Gesetze und Normen des anderen Landes befolgt werden müssten.

Bei auftretenden Schwierigkeiten im Ausland seien die Russen angehalten, sich an das Krisenzentrum des Außenministeriums zu wenden.

Konsequenzen angekündigt
Auf Telegram schrieb das russische Außenministerium, dass es die Situation aufmerksam verfolgen würde. Je nach Handlungen der offiziellen Vertreter der Staaten würde Moskau Schritte gegen jedes einzelne Land unternehmen.

Einfuhrverbot für sanktionierte Waren
Am 8. September hatte die Europäische Kommission eine Erklärung veröffentlicht, wie EU-Länder das Einfuhrverbot für sanktionierte Waren aus Russland, darunter Autos, persönliche Kleidung und Hygieneartikel, handhaben sollen. 

Die Angaben sind rechtlich nicht bindend. Kurze Zeit später kündigten Lettland, Litauen, Estland, Finnland und Polen an, dass sie keine Autos mit russischem Nummernschild mehr über die Grenze lassen würden.

Weiterer Schritt gegen Aggressor-Staat
Polens Innenminister Mariusz Kaminski begründete den Schritt als „ein weiteres Element der Sanktionen gegen Russland und die Bewohner des Landes, das einen brutalen Krieg gegen die Ukraine führt“. Der russische Staat stelle eine Bedrohung für die internationale Sicherheit dar.

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