Schlechtes Wetter

Bergrettung flog 100 Einsätze weniger

Vorarlberg
13.09.2023 17:30

Die Zahl der Rettungseinsätze in den Bergen hält sich heuer im Rahmen - nicht aber, weil plötzlich nur noch Profis im alpinen Raum unterwegs sind.

Einsätze der Bergrettung sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Etwa als vergangenes Jahr im Kleinwalsertal 99 Schüler aus Deutschland von ihrem Lehrer auf einen Wandersteig geführt worden waren, der den Kids den Angstschweiß auf die Stirn treten ließ. Gleich mehrere Male musste der Helikopter ausfliegen, um die komplett überforderten Teenies aus ihrer Bergnot zu retten. Heuer kam es - bislang zumindest - nicht zu einem derart spektakulären Einsatz der Bergretter.

Ein Durchschnittsjahr
Zu tun hatten die Helfer trotzdem: Im vergangenen Jahr mussten sie zu 233 Bodeneinsätzen ausrücken, heuer waren es in den Monaten Juni, Juli und August 254. Für den Chef der Bergretter, Martin Burger, bedeutet das: „Ein Durchschnittsjahr - nichts Außergewöhnliches.“ Bei der Flugrettung wurden sogar um 100 Einsätze weniger registriert als im Vorjahr, nämlich genau 367. Zu erwähnen ist in diesen Zusammenhang aber, dass nicht nur Einsätze wegen Bergnot, sondern auch Rettungsflüge wegen Herzinfarkten, Schlaganfällen oder anderen gesundheitlichen Akutproblemen außerhalb des alpinen Raums über die Bergrettung abgewickelt werden.

Zitat Icon

Die Hauptgründe für Einsätze der Bergrettung sind immer noch Selbstüberschätzung und Erschöpfung der Wanderer.

Martin Burger, Landesleiter der Bergrettung Vorarlberg

Schlechtes Wetter als Hauptgrund
Weil der August sehr niederschlagsreich war, flog die Bergrettung in diesem Monat weniger oft aus, allerdings waren auch weniger Wanderer in den Bergen unterwegs. Das schlechte Wetter ist wohl der Hauptgrund, warum sich die Einsatzzahlen heuer insgesamt in Grenzen halten. Denn immer noch sind viele, die den alpinen Raum erkunden wollen, nicht gut vorbereitet und unterschätzen die Strapazen, die eine ausgedehnte Tour mit sich bringt.

Zudem lassen sich viele von nicht allzu seriösen Wegbeschreibungen aus dem Internet verleiten, die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen. Laut Burger stehen Selbstüberschätzung und Erschöpfung weiterhin ganz oben auf der Liste der Gründe für Einsätze der ehrenamtlichen Helfer.

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