Bevor der Gerstensaft gebraut wird, muss der Hopfen vom Strauch. Die „Krone“ begleitete die Wimitzer Hopfenzupfer, die mit einem Eimer umgerechnet 100 große Bier „einsammeln“.
Das Zeitfenster für die Ernte des kostbaren Bier-Rohstoffes Hopfen ist klein, der Aufwand groß. Bei einem Hopfengarten mit einem Hektar Fläche – wie dem der Brauerei Wimitz bei St. Veit – bräuchte es rund 70 professionelle Erntehelfer oder eine Maschine – beides hat eine auf naturbelassen eingeschworene Privatbrauerei aber nicht. Was man aber dafür hat, sind begeisterte Helfer.
400.000 Liter Bier jährlich
Brauereichef Josef Habich kann sich alljährlich auf die freiwilligen Hopfenpflücker aus der Region verlassen. Auch diesmal sind schon vor dem Start um neun Uhr früh viele da. Stammpflücker und Neulinge, die eine kurze Einschulung bekommen - die Blüte richtig abzupfen und ab in den Kübel. Das war’s auch schon. Nicht zu braun darf sie sein. Leider leuchtet heuer wegen des Hagels viel Braun im Garten. Habich: „Es könnte diesmal eng werden, ein Drittel des Hopfenbedarfes für die 400.000 Liter, die Wimitz jährlich braut, aus Eigenanbau zu decken.“ Dafür ging aber jede Blüte durch liebevolle Hände.
Wir möchten den Leuten Bezug zur Ernte geben, ist doch schön, ein Bier zu trinken und zu denken, da waren meine Hände beteiligt.
Brauereichef Josef Habich
Die Philosophie kommt an, alle haben Spaß. Die Damenrunde, die einfach interessiert ist, wie Bier entsteht. Die Großeltern, die mit Enkeln zum Pflück-Ausflug kommen oder das Pensionisten-Paar Heinz und Margret, denen „es einfach Spaß macht“. Dabei trinkt Heinz gar keinen Alkohol.
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