Die Digitalisierung durchdringt auch immer mehr den Arbeitsalltag in den Krankenhäusern. Profitieren sollen davon die Mitarbeiter und Patienten.
„Die Digitalisierung darf nicht als Bedrohung wahrgenommen werden, sie ist ein starkes Hilfsmittel, das Behandlungen verbessert und Mitarbeiter entlastet“, versichert LH-Vize und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP). In die gleiche Richtung argumentiert auch Peter Ausweger, Geschäftsführer der OÖ. Ordensspitäler: „Ziel der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist und bleibt eine bestmögliche medizinische Versorgung, verbunden mit der Fürsorge des medizinischen Personals sowie dem Wohlbefinden und der raschen Genesung der Patienten.“
Menschlicher Zugang ist unersetzlich
Denn obwohl die Verwendung von technischen Geräten wie OP-Roboter schon längst Realität ist, „könne der menschliche Zugang nicht durch Technik ersetzt werden“, so der Chef der OÖ. Gesundheitsholding, Franz Harnoncourt. Außerdem hat die Digitalisierung auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Spitälern revolutioniert. „Die Entwicklung betrifft nicht ein einzelnes Haus. Man kann jetzt ohne Probleme spitalsübergreifend zusammenarbeiten. Bei der Gesundheitsholding haben wir aktuell 300 bis 500 Videokonferenzen pro Woche“, weiß Harnoncourt.
Die Digitalisierung prägt aktuell unsere Zeit. Man kann den menschlichen Zugang aber nicht durch Technik ersetzen.
Franz Harnoncourt, Chef der Gesundheitsholding
Erleichterung für Palliativpatienten
Solche Videokonferenzen haben auch Einfluss auf die Patienten: In der Palliativstation der Barmherzigen Schwestern in Linz etwa werden, wenn möglich, die Sprechstunden digital abgehalten. Man erspart so den geschwächten Patienten den anstrengenden Weg ins Spital. Ein weiteres Beispiel zur Entlastung der Mitarbeiter: Durch eine intelligente Spracherkennung wird aus einem Diktat automatisch ein strukturierter Bericht.
Wenn der Arzt „Blutdruck 80 zu 120“ sagt, wird das automatisch in das richtige Feld des Formulars eingefügt. „Wir stehen hier erst am Anfang der Möglichkeiten“, so Harnoncourt.
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