Freude bei Opposition

Für zu lange Rede muss Bürgermeister jetzt zahlen

Oberösterreich
07.09.2023 14:10

O’zapft ist in Ried. Noch bis Sonntag, 10. September, steigt im Messegelände die Rieder Messe mit dem traditionellen Volksfest. Erstes Highlight ist die feierliche Eröffnung mit viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft. Diesmal eröffnete der Rieder Bürgermeister Bernhard Zwielehner die Großveranstaltung. Weil er sich nicht an eine Abmachung hielt, muss er nun dem Gemeinderat ein 25-Liter-Fass Bier spendieren.

Vier Minuten und 47 Sekunden hat der Rieder ÖVP-Stadtchef Bernhard Zwielehner benötigt, um die Rieder Messe offiziell zu eröffnen. „Auch wenn wir den Zwischenapplaus abziehen, hat er länger als vier Minuten geredet“, grinsen die Stadtvizes Peter Stummer (SP) und Thomas Dim (FP). Sie haben damit ihre Wette gegen Zwielehner gewonnen. „Er hat uns bei seinem Amtsantritt versprochen, sich kurz zu halten. Da haben wir uns auf das Limit von vier Minuten geeinigt“, so das Duo. 

Vorgänger redete viel länger
Hintergrund der Wette war eine Debatte über Zwielehners Vorgänger Albert Ortig, der bei Eröffnungen gerne lang und ausgiebig plauderte. 

Absichtlich überzogen
Für Zwielehner sind Wettschulden selbstverständlich Ehrenschulden. „Ich habe gemerkt, dass es sich nicht ausgeht und habe trotzdem keinen Satz gestrichen. Der Kanzler war da. Die Gelegenheit habe ich genutzt, um ihn auf den Finanzausgleich und die hohen Zahlungen für die Kommunen aufmerksam zu machen. Also habe ich zum Wohle aller Städte und Gemeinden und natürlich auch zum Wohle für Ried überzogen“ 

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