Explosion in Rostow

Zahlreiche Drohnenattacken in Russland und Ukraine

Ausland
07.09.2023 13:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Nacht auf Donnerstag hat es wieder zahlreiche Drohnenangriffe gegeben - sowohl auf Russland als auch auf die Ukraine. Im Internet kursieren Aufnahmen von einer Explosion mitten in der russischen Stadt Rostow.

Wie der Gouverneur der russischen Stadt Rostow, Wassili Golubew, auf Telegram mitteilte, war eine Drohne im westlichen Teil der Stadt und eine zweite direkt im Stadtzentrum abgeschossen worden. Im Zentrum Rostows war kurz ein Feuerball am Himmel zu erkennen. Im Zuge der Angriffe sei ein Mensch verletzt worden. Zudem sollen einige Pkw beschädigt worden sein. Bei drei Gebäuden sei die Fassade beschädigt worden, Fensterscheiben seien zersprungen. 

Telegram-Kanäle veröffentlichten Aufnahmen, die zeigen, wie die Drohne explodiert. Laut den Angaben soll dies in der Nähe des Hauptquartiers des Wehrstabs Süd passiert sein.

Drohne nahe Moskauer Flughafen abgefangen
Auch der Moskauer Bürgermeister, Sergej Sobjanin, meldete einen neuen Drohnenangriff in der Oblast Moskau. Das unbemannte Flugobjekt ist laut dem Telegram-Kanal Mash in der Nähe des internationalen Flughafens Schukowski abgefangen worden. Durch die Druckwelle der Explosion seien in umliegenden Häusern Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Die russische Luftfahrbehörde Rosawiazija gab daraufhin bekannt, dass an den Flughäfen Domodedowo, Wnukowo und Schukowski der Flugverkehr eingeschränkt worden sei.

Bahnhof in Brjansk beschädigt
Der Gouverneur der Oblast Brjansk, Aleksandr Bogomas, meldete, dass in der Nacht drei ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Dabei seien Schäden am Bahnhofsgebäude entstanden, auch seien der Bahnhofsplatz und mehrere Waggons in Mitleidenschaft gezogen worden.

33 Drohnen auf Ukraine  
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland in der Nacht 33 Drohnen gestartet, ein Teil davon auf die Schwarzmeerregion Odessa, andere auf die nordukrainische Region Sumy. Von den Flugkörpern seien 25 abgeschossen worden.

Die Region Odessa ist seit dem Auslaufen des Abkommens zur Verschiffung ukrainischen Getreides verstärkt unter russischem Beschuss. Hafenanlagen, aber auch landwirtschaftliche Betriebe und Getreidesilos sind zumeist das Ziel. Im Landkreis Ismajil, der zuletzt ins Visier geraten ist, sind eine Reihe von Häfen im Donaudelta, über die die Ukraine trotz der Seeblockade weiterhin Getreide verschifft hat.

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