Als neuer Präsident

Gemeindeverband: Schubert soll auf Schöpf folgen

Tirol
06.09.2023 15:13

Der im Zuge seines pleite gegangenen Dienstleistungsunternehmens GemNova arg gebeutelte Tiroler Gemeindeverband stellt sich personell neu auf. Nachdem Langzeitpräsident Ernst Schöpf (ÖVP) angekündigt hatte, sich zurückzuziehen, nominierten die Granden am Mittwoch in einer Vorstandssitzung einstimmig den Vomper Bürgermeister Karl-Josef Schubert (ÖVP) für die Wahl zu seinem Nachfolger am Gemeindetag am 19. September.

„Der König ist tot, es lebe der König“, kommentierte Schöpf gegenüber der APA die Nominierung Schuberts. Dieser sei eine „solide Wahl“, man könne ihn den Mitgliedern am Gemeindetag guten Gewissens empfehlen. Es handle sich, wenn man rein das biologische Alter hernehme, zwar „nicht um einen klassischen Neubeginn“, aber der 57-jährige Schubert sei ein Profi, der den Gemeindeverband in „ruhige Gewässer“ führen werde.

Schöpf war seit 2009 Präsident
Er selbst sei jedenfalls nunmehr „befreit“, so Schöpf, der dem Verband seit dem Jahr 2009 vorstand. Die Ereignisse der vergangenen Monate seien „schon heftig“ gewesen und nicht spurlos an ihm vorübergegangen, räumte Schöpf ein. Er hatte in den vergangenen Monaten wiederholt verbandsinterne Intrigen und eine mediale Kampagne gegen ihn geortet und kritisiert.

Gemeindedienstleister schlitterte in Pleite
Die Causa GemNova hatte die Tiroler Landespolitik dieses Jahr monatelang beschäftigt. Endgültig besiegelt hatte die Pleite eine Bürgermeisterkonferenz des Tiroler Gemeindeverbandes Mitte Juli. Dort war die geforderte Zustimmung von 90 Prozent der 276 Ortschefs für die Anhebung der Mitgliedsbeiträge um 1,1 Mio. Euro nicht erreicht worden und damit die von Gemeindeverbandspräsident Schöpf angestrebte Sanierung gescheitert.

Die vom Landtag wenige Tage zuvor in einer Sitzung freigegebene Millionen-Hilfe war somit auch hinfällig.

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