Auch der Dornbirner Leuchtenriese Zumtobel bekommt die konjunkturelle Delle und die schlechte Auftragslage in der Bauwirtschaft zu spüren. Dennoch sieht sich das Unternehmen intensiv nach Investitionsmöglichkeiten um.
So schnell kann sich der Wind auf den Märkten drehen: Nach der Coronapandemie waren die Umsätze bei Zumtobel noch in die Höhe geschnellt, da sich viele Kunden aufgrund der Lieferketten-Schwierigkeiten langfristig mit Produkten hatten eindecken müssen. Die vollen Lager leeren sich wegen der schleppenden Konjunktur aber nur langsam. Auch der Rückgang im Neubau angesichts steigender Zinsen und Materialkosten sei zu spüren, berichtet CEO Alfred Felder. Positiv wirkt sich hingegen aus, dass die neuen EU-Regeln zur Energieeffizienz - insbesondere das seit September geltende Verbot für Leuchtstoffröhren - und die hohen Strompreise Firmen motivieren, ihre Lichtsysteme zu erneuern.
Ausschau nach Investitionsmöglichkeiten
Unterm Strich rechnet man beim Leuchtenkonzern allerdings für das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Umsatzrückgang „im einstelligen mittleren Prozentbereich“ - ursprünglich war die Konzernleitung von einem moderaten Wachstum ausgegangen. Was die Aktionäre aber freuen wird: Das Gewinnziel - eine EBIT-Marge von drei bis sechs Prozent - bleibt vorerst aufrecht. Abseits vom laufenden Geschäft hält Zumtobel derzeit intensiv Ausschau nach Investitionsmöglichkeiten, dabei steht vor allem der Zugang zu Zukunftstechnologien im Fokus. Felder hofft, dass es spätestens im nächsten Jahr Konkretes zu berichten gibt.
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