Algorithmen und KI in futuristische Mode verwandelt: Im Geymüllerschlössel, der zauberhaften Expositur des Museums für angewandte Kunst, zeigt Flora Miranda ihre Kleider 3.0.
Ihr Kleid ist Musik - im wahrsten Sinne des Wortes: Denn Flora Miranda generierte das Muster für ihr sommerliches Outfit aus den Daten einer Musiksequenz. So sieht die Mode der Zukunft aus!
Sie hält nun Einzug ins Geymüllerschlössel im 18. Bezirk, in dem das MAK ein neues Kapitel seiner „(Con)temporray Fashion Showcase“-Reihe aufschlägt. Ein spannender „Dialog mit dem Biedermeierzauber des Schlössels“, so Direktorin Lilli Hollein.
Technologien und viele Stunden Handarbeit
Für ihre Entwürfe ließ sich die 1990 in Salzburg geborene und in Antwerpen lebende Designerin Flora Miranda von Steve Jobs ebenso inspirieren wie von Nobelpreisträger Anton Zeilinger. Sie arbeitet mit 3-D-Printern und modernen Materialien wie Silikon. Doch trotz aller Technologien stecken in den futuristischen Kreationen viele Stunden akribischer Handarbeit.
Die Ausstellung wird am 2. September mit einem bunten Rahmenprogramm eröffnet - bei Schönwetter auch im Garten des Geymüllerschlössels.
Auszüge aus dem Programm:
14-16 Uhr MAK Design Kids: Wir machen’s blau! Ein Cyanotypie-Workshop
15-18 Uhr Open Aktzeichnen mit der Künstlerin Iris Andraschek und Props von Flora Mirand
18 Uhr Eröffnung - Führung mit Flora Miranda und Kuratorin Lara Steinhäußer
14-20 Uhr Drinks und Musik im Garten
Eintritt 7 Euro, nähere Informationen hier
Mit der „Ästhetik der Zukunft“ erschuf sie z. B. in der virtuellen Welt „Second Life“ erste Entwürfe für ihr Avatar Dress. Mit der Künstlerin Esther Stocker entstand das Crinkle Dress, das mit Grid, einer Gitterstruktur überzogen ist, die für die Vernetzung des Internets steht. Von Algorithmen ließ sie sich die Schönheitsideale unserer Zeit errechnen. Inspiration etwa für ein rundum pinkes Kim-Kardashian-Kleid. „Ihr Körperbild prägt die heutige Zeit“, so Miranda. „Das Kleid ist übrigens gut tragbar - auch ohne ,Plastic Surgery‘.“
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