Strache hatte am Sonntag in der TV-Diskussion gemeint, es wäre ein "katastrophaler Fehler", pauschal Deserteure mit einem Denkmal zu ehren - wegen der "Vorbildwirkung, auch für unser heutiges Bundesheer". "Auszeichnen und ehren" will der FPÖ-Chef nur einzelne Personen, "die damals heldenhaft im Sinne ihres persönlichen Charakters und aus der Überzeugung gehandelt" haben.
Darabos: "Absurditäten" für "rechten Rand"
Mit derartigen "Absurditäten" offenbare Strache, "wes Geistes Kind er in Wahrheit ist", ortete Darabos ein "politisches Manöver" in Richtung des "rechten Randes". Der Freiheitliche verwechsle Ursache und Wirkung. Die Wehrmachts-Deserteure verdienten "Achtung und Respekt", denn sie wollten nicht "Handlanger des NS-Regimes" sein.
Der grüne Abgeordnete Harald Walser hatte Strache schon am Sonntag vorgeworfen, "geistig noch immer im Denkschema der deutschen Wehrmacht verhaftet" zu sein.
Beschluss für Denkmal fix, Standort wird gesucht
Die Stadt Wien hat bereits beschlossen, ein Denkmal zu errichten. Der Standort wurde aber noch nicht festgelegt. Anfang April soll - laut dem grünen Klubchef David Ellensohn - eine Entscheidung fallen. Das in die Gespräche eingebundene Personenkomitee "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz", ein 2008 gegründeter Verein, plädiert seit jeher für eine Erinnerungsstätte am Heldenplatz.
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